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Amerikanische Fotoplattform : So viel Geld nimmt Pinterest durch den Börsengang ein

  • Aktualisiert am

Pinterest möchte einen Milliardenbetrag an der Börse einsammeln. Bild: dpa

Das nächste bekannte Tech-Start-up geht an die Börse, weitere wollen folgen. Nicht alle machen schon Gewinn.

          Die Führung der Fotoplattform Pinterest kann sich kurz vor ihrem Gang an die Börse über rege Nachfrage nach den Aktien des Unternehmens freuen. Vor dem an diesem Donnerstag geplanten Debüt an der New Yorker Börse wurden die Papiere zum Preis von jeweils 19 Dollar ausgegeben, teilte Pinterest in San Francisco mitteilte. Damit gelang es, die unter dem Börsenkürzel „PINS“ gehandelten Anteilscheine über der zuvor angepeilten Preisspanne zwischen 15 und 17 Dollar unter Anlegern loszuschlagen.

          Mit der Ausgabe von 75 Millionen Aktien erlöst Pinterest 1,43 Milliarden Dollar (1,27 Milliarden Euro). Das im Jahr 2010 gegründete Start-up geht infolgedessen mit einer Gesamtbewertung von mehr als 10 Milliarden Dollar an die Börse.

          Pinterest lockt Investoren mit hohem Wachstum: 2018 stieg der Umsatz im Jahresvergleich um 60 Prozent auf mehr als 750 Millionen Dollar. Das Unternehmen schrieb rote Zahlen, konnte den Verlust jedoch von 130 Millionen auf 63 Millionen Dollar verringern. Ende des vergangenen Jahres verzeichnete Pinterest ungefähr 265 Millionen aktive Nutzer.

          Pinterest versteht sich als eine Art visuelle Suchmaschine, in der Nutzer nach Ideen etwa für die Inneneinrichtung oder Urlaube suchen und Bilder zu ihren Interessen finden können. Zugleich können sie Fotos aus dem Netz als sogenannte Pins auf „Boards“ zu bestimmten Themen speichern. Zum Ende vergangenen Jahres wurden so laut Pinterest 175 Milliarden „Pins“ auf 4 Milliarden „Boards“ gespeichert. Geld nimmt Pinterest vor allem durch Werbung ein – bezahlte „Pins“, die den Nutzern angezeigt werden.

          Auch der Videodienst Zoom will an diesem Donnerstag erstmals seine Aktien in den Handel schicken, allerdings nicht an der Nyse, sondern an der Technologie-Börse Nasdaq. Auch hier war die Nachfrage im Vorfeld bereits hoch. Laut übereinstimmenden Berichten amerikanischer Medien sollen die Aktien zu je 36 Dollar ausgegeben werden. Damit würde die am Dienstagabend bereits deutlich angehobene Preisspanne nochmals erhöht – und sich eine Gesamtbewertung von ungefähr 9,2 Milliarden Dollar ergeben. Anders als Pinterest schaffte Zoom 2018 sogar einen kleinen Gewinn von 7,58 Millionen Dollar.

          Pinterest und Zoom stemmen damit zwei der bislang größten Börsengänge in diesem Jahr, das schon von einigen großen Debüts geprägt war. Im März platzierten die Jeans-Ikone Levi’s und der Fahrtenvermittler Lyft ihre Aktien. Doch das große Spektakel steht mit der Premiere von Uber noch aus: Lyfts großer Rivale peilt mit einer Gesamtbewertung von 100 Milliarden Dollar den am höchsten taxierten Börsengang seit dem des chinesischen Internetriesen Alibaba im Jahr 2014 an. Auch die Büro-App Slack und der Tourismus-Anbieter Airbnb wollen noch in diesem Jahr an die Börse gehen.

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