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6302 Milliarden Euro : So viel Geld hatten die Deutschen noch nie

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Die Deutschen werden immer reicher Bild: dpa

Am Aktienmarkt läuft es rund und es wird mehr gespart - da verwundert es nicht, dass das Geldvermögen der Deutschen ansteigt. Gleichzeitig wird sich wegen der niedrigen Zinsen aber auch mehr Geld geliehen.

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          Kursgewinne am Aktienmarkt sowie verstärktes Sparen haben das Geldvermögen der Deutschen auf einen Rekordwert getrieben. Auf 6302 Milliarden Euro belief sich das Vermögen der privaten Haushalte in Form von Bargeld, Wertpapieren, Bankeinlagen sowie Ansprüchen gegenüber Versicherungen zum Ende des dritten Quartals 2019, wie die Bundesbank am Freitag mitteilte. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum erhöhte sich das Geldvermögen um 271 Milliarden Euro oder 4,5 Prozent.

          Anfang des Jahres hatte die DZ Bank auf Basis eigener Berechnungen das Geldvermögen der Deutschen für Ende 2019 mit 6600 Milliarden Euro ausgewiesen (F.A.Z. vom 2. Januar). Die Zunahme gegenüber dem Vorjahr betrug 441 Milliarden Euro. Sowohl nach dem Wert der DZ Bank zum Jahresende 2019 als auch nach den Zahlen der Bundesbank für Ende Oktober 2019 befindet sich das Geldvermögen der Deutschen auf Rekordhöhe.

          Wie die Bundesbank mitteilte, setzten die deutschen Sparer unter anderem weiter auf Bargeld und Bankeinlagen, die zwar wegen der niedrigen Zinsen kaum noch etwas abwerfen, auf die sie aber schnell zugreifen können. "Die Präferenz für liquide oder als risikoarm empfundene Anlageformen hielt damit weiter an", erklärte die Bundesbank. Anleger profitierten von gestiegenen Börsenkursen. Aktien und Anteile an Investmentfonds verzeichneten Kursgewinne von 15 Milliarden Euro und trugen so zum Anstieg des Geldvermögens bei. Zugleich nutzten die Menschen die Niedrigzinsen, um sich günstig Geld zu leihen, vor allem für den Wohnungsbau. Insgesamt stiegen die Verbindlichkeiten der Privathaushalte um etwa 25 Milliarden auf rund 1861 Milliarden Euro.

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