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Ausverkaufte Konzerte : Das fragwürdige Geschäft mit den Tickets

Blick ins Publikum während des Auftritts von Rapper Marvin Gamer in der Frankfurter Festhalle Bild: Jana Mai

Kaum verfügbar, schon sind alle Konzertkarten der Lieblingsband weg. Viele Fans kaufen Tickets von Zwischenhändlern, doch dabei ist reichlich Vorsicht geboten.

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          Noch einmal Bela, Farin und Rodrigo live auf der Bühne sehen. Den Gedanken hatten Anfang November vermutlich Zehntausende, die in den vergangenen drei Jahrzehnten mit den Deutschpunk-Liedern von den „Ärzten“ in Berührung gekommen sind. Nach fast acht Jahren mit einigen raren Festival-Auftritten hat die Band für 2020 eine große Tour angekündigt. Für den Vorverkauf verabreden sich viele Freunde per Whatsapp oder über Facebook: Jeder will Karten. Jeder kann maximal nur vier Tickets kaufen. Aus Sicht des Fans nimmt das Drama schon während des Nachmittags seinen Lauf. In wenigen Minuten sind die Konzerte ausverkauft. Unmittelbar darauf beginnen professionell organisierte Aufkäufer, die sich gar nicht erst darum bemühen, als Musikliebhaber aufzutreten, mit dem Wiederverkauf der Karten im Internet. Einzeln oder paarweise, aber immer zu deutlich höheren Preisen, bieten sie die Karten über Online-Börsen wie „Ebay Kleinanzeigen“ oder dem Schweizer Anbieter „Viagogo“ an.

          Marcus Jung

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Es gibt zu wenig Karten für die hohe Nachfrage. Auf dem Auktionsportal Ebay kann man den Preisen minütlich beim Steigen zusehen. Bieten, mitbieten, überbieten. Hat man sich endlich dazu durchgerungen, die völlig überteuerten Konzertkarten zu kaufen, kramt man nach der Kreditkarte und gibt seine Daten ein, sind die Karten „auch schon futsch“ – so bestrafen die Ticketbörsen die zögerlichen Kunden.

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