https://www.faz.net/-gv6-9y6uu

Commercial Paper : So stützt die EZB nun europäische Konzerne

  • Aktualisiert am

Stemmt sich ebenfalls gegen die Corona-Krise: die Europäische Zentralbank in Frankfurt Bild: AP

Die EZB steigt als wichtiger Käufer auf dem Markt für kurzfristige Unternehmensanleihen ein. Ein Erfolg zeigt sich nach Ansicht der Währungshüter schon jetzt.

          1 Min.

          Die Europäische Zentralbank (EZB) ist mit umfangreichen Käufen in den Markt für kurzfristige Unternehmensanleihen eingestiegen. Gleich am ersten Tag dieser Käufe hätten die Währungshüter solche sogenannten „Commercial Paper“ im Volumen von 1,5 Milliarden Euro erworben, schreiben EZB-Vizepräsident Luis de Guindos und EZB-Direktorin Isabel Schnabel in einem gemeinsamen Blog-Beitrag, der auf der Internetseite der Notenbank veröffentlicht wird.

          Die Käufe hätten den gewünschten Effekt gehabt. Es seien wieder viele Neuemissionen solcher Papiere auf dem Weg. Das sei ermutigend.

          Frankreichs Notenbankchef Francois Villeroy de Galhau hatte vergangene Woche in Aussicht gestellt, dass die EZB beabsichtige, ein großer Akteur in diesem Markt zu sein. Dies werde auch andere ermutigen, rasch in den Markt zurückzukommen.

          Der Erwerb kurzlaufender Unternehmensanleihen ist Teil des im März angekündigten neuen Krisenprogramms zum Aufkauf von Staatsanleihen und anderen Wertpapieren, das auf ein Gesamtvolumen von 750 Milliarden Euro angelegt ist. Damit wollen die Euro-Währungshüter die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie eindämmen.

          Der Erwerb von „Comercial Paper“ soll dazu beitragen, dass es bei den Unternehmen angesichts der Viruskrise nicht zu Finanzierungsengpässen kommt. In der vergangenen Woche begannen die Währungshüter mit den Transaktionen.

          Den Markt für „Commercial Paper„ in Euro schätzen de Guindos und Schnabel derzeit auf ein Volumen von rund 75 Milliarden Euro. Die für EZB-Käufe in Frage kommenden Titel müssen unter anderem eine Restlaufzeit von mindestens 28 Tagen haben.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Amerikas Präsident Donald Trump hält eine Bibel bei einem Fototermin vor einer Kirche in die Luft.

          Proteste in Amerika : Trump will eine militärische Lösung

          Präsident Trump droht, die Unruhen im ganzen Land mit der Armee niederzuschlagen. Er will sich notfalls über den Willen der Gouverneure hinwegsetzen. Aus seiner eigenen Partei kommt kaum Gegenwind.
          Scheidungsrichter Landtag: Die Universität Koblenz-Landau will sich trennen.

          Universität Koblenz-Landau : Zwei Unis lassen sich scheiden

          Aus der Universität Koblenz-Landau sollen zwei eigenständige Hochschulen werden. Die Campi waren zwar schon immer getrennt, doch die Scheidung ist ein kompliziertes Unterfangen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.