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Smax-Werte : Versteckte „Perlen“

  • -Aktualisiert am

Sucht nach Plusbringern im Smax: Heiko Bienek Bild: Lupus alpha Asset Management

Attraktive Wertentwicklungschancen für die Smax-Werte hat Heiko Bienek von Lupus alpha ausgemacht.

          Nach dem anhaltenden Kursverfall am Neuen Markt suchen Anleger nach kalkulierbaren Alternativen im Small und Mid Cap-Bereich. Ins Blickfeld rücken dabei Börsensegmente, die bisher zu Unrecht im Schatten des Wachstumsmarktes standen. Dazu gehört auch der Smax, der 1999 als Qualitätssegment für mittelständische Unternehmen geschaffen wurde.

          Der klassische Mittelstand

          Was aber macht den Smax eigentlich zu einem interessanten Marktsegment? Welche Perspektiven bieten die Werte, die dort gelistet sind? Am Smax finden sich Unternehmen, die den klassischen deutschen Mittelstand darstellen. Größten Index-Anteil haben die Branchen Einzelhandel, Finanzdienstleister und Industrieunternehmen, die knapp 45 Prozent der Marktkapitalisierung des Segments mit seinen zur Zeit 131 gelisteten Unternehmen ausmachen. Darunter sind echte Weltmarktführer, die sich im Laufe der Jahre eine herausragende Marktposition erarbeitet haben, sowie bekannte Markennamen wie zum Beispiel Gerry Weber, Loewe, Kampa-Haus oder WMF.

          Günstige Bewertung

          Die Unternehmen verfügen im Gegensatz zum Neuen Markt in der Regel über eine lange Historie, so dass sie sich in ihren Geschäftsergebnissen gut verfolgen lassen. Darüber hinaus zeichnen sie sich mit einem erwarteten durchschnittlichen Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 16 für 2001 und einer Dividendenrendite von zirka vier Prozent durch eine günstige Bewertung sowie ein gutes Chance-Risiko-Verhältnis aus.

          Rund 90 Prozent der Unternehmen erwirtschaften seit Jahren respektable Gewinne, was am Neuen Markt eher die Ausnahme ist. Sicherlich können die Unternehmen nicht mit den Wachstumsraten der Neuer-Markt-Unternehmen aufwarten. Dennoch bieten viele Smax-Werte aufgrund ihrer Schnittstellen zur New Economy erhebliches Wachstumspotenzial, wie zum Beispiel Unternehmen aus den Bereichen Hightech oder Maschinenbau.

          Ineffizienzen nutzen

          Die Chance, derartige „Perlen“ zu finden, wird bislang kaum genutzt: Dax-Werte werden zum Beispiel von einer Vielzahl von Analysten beobachtet und untersucht, so dass sich alle Informationen sofort in der Kursentwicklung niederschlagen. Das Ausnutzen von Ineffizienzen in der Information über diese Unternehmen ist somit praktisch unmöglich.

          Ganz anders bei Werten des Smax: Die mittelständischen Unternehmen werden weit weniger genau beobachtet, so dass die Chance auf einen Zeit- und Informationsvorsprung ungleich höher ist.

          Kein zweiter Neuer Markt

          Mit rund 17 Milliarden Euro ist die Marktkapitalisierung des Smax vergleichsweise gering. Durch die erhöhte Aufmerksamkeit, die der Smax von institutionellen wie privaten Anlegern erhält, rechnen wir damit, dass die Emissionstätigkeit in diesem Segment zunehmen und damit die Liquidität positiv beeinflusst wird.

          Der Smax ist jedoch kein zweiter Neuer Markt, denn die im SMAX notierten Unternehmen können die Wachstumsraten der Neue Markt-Unternehmen nicht erreichen - weisen aber auch nicht deren Risiken auf. Daher gehen wir von einer weiterhin stabilen „DAX Plus“-Performance für das Segment aus.

          Vor diesem Hintergrund ist der Smax vor allem für den Anlegertyp interessant, der eine kontinuierliche Ergebnissteigerung bei moderatem Rendite-Risiko-Profil sucht. Die zeitintensive Suche nach Einzelinvestments können dabei über eine Fondslösung vermieden werden. In Zeiten hoher Volatilität ist das Segment SMAX als risikostabilisierende Komponente die ideale Beimischung für jedes Portfolio.

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