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Erstnotiz in Frankfurt : Stotterstart für die Siemens-Energiesparte an der Börse

  • Aktualisiert am

Eine Windenergieanlage von Siemens in Brandenburg Bild: dpa

Zur Erstnotiz an der Frankfurter Börse ist Siemens-Energie 16 Milliarden Euro wert. Doch der Kurs startete mit Verlusten.

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          Die abgespaltene Siemens-Tochtergesellschaft Siemens Energy hat ein verhaltenes Debüt an der Frankfurter Börse gefeiert. Der erste Kurs für die Aktien von Siemens Energy wurde am Montag mit 22,01 Euro festgestellt. Damit kommt das Unternehmen auf einen Börsenwert von 16 Milliarden Euro. Das ist deutlich weniger als die Analysten ihm im Durchschnitt zugetraut haben. Im weiteren Handelsverlauf bröckelte der Aktienkurs bis auf 20 Euro ab.

          Für die Siemens-Aktionäre hat sich die Abspaltung dennoch fürs erste gelohnt. Sie hatten 55 Prozent der Siemens-Energy-Aktien ins Depot gebucht bekommen, also je eine für zwei Siemens-Papiere. Die Aktie des Münchner Technologiekonzerns fiel nur um fünf Prozent auf 106,04 Euro. Zusammengerechnet ergibt das für die Anteilseigner einen Kursgewinn von knapp fünf Prozent.

          Siemens erklärte in München, mit dem Börsendebüt beginne ein neues Kapitel in der Unternehmensgeschichte. Damit schließe der Konzern einen „wesentlichen Meilenstein der strukturellen Neuausrichtung von Siemens erfolgreich ab“, sagte Unternehmenschef Joe Kaeser. Siemens hatte bereits 2018 die auf Medizintechnik spezialisierte Tochter Healthineers an die Börse gebracht. Mit nun drei „leistungsfähigen, fokussierten und selbständigen Unternehmen“ sei Siemens hervorragend für die Zukunft aufgestellt, erklärte Kaeser. „Die eigenständigen Börsennotierungen werden die Wertschaffungspotenziale der jeweiligen Geschäfte deutlich besser als im Konglomerat erschließen können.“

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