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Serie : Aktienrückkauf - Geheimwaffe oder fauler Trick?

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Der Kauf eigener Aktien will wohlüberlegt sein Bild: dpa

Das Meinungsbild unter den Anlegern zum Thema Aktienrückkäufe wandelt sich. In einer Serie erklärt FAZ.NET wie das Instrument wirklich einzuschätzen ist.

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          Aktienrückkäufe gehören heutzutage zum bilanzpolitischen Standardrepertoire der Unternehmen. So haben sich vier Fünftel der im Dax vertretenen Gesellschaften eine entsprechende Option genehmigen lassen.

          Doch trotz derzeit optisch tiefer Aktienkurse werden zumindest in Deutschland längst nicht mehr alle Programme umgesetzt. Das hat auch damit zu tun, dass Anleger das einst als kleines Wundermittel gefeierte Instrument nicht mehr uneingeschränkt positiv sehen. Ähnlich wie andere Methoden wird heute mehr nach dem betriebswirtschaftlichen Zweck einer solchen Maßnahme gefragt. Anders als früher wird dabei der Steigerung des Aktienkurses als alleiniges Kriterium für den Rückkauf weitaus skeptischer begegnet.

          Trotzdem lässt sich mit entsprechenden Programmen noch immer kräftig verdienen. So stieg der Aktienkurs des weltgrößten Einzelhändlers Wal-Mart am 14. August um stolze acht Prozent. Als wichtigster Katalysator für das stärkste prozentuale Kursplus seit 19 Monaten diente dabei die Ankündigung eines Aktienrückkaufs im Wert von fünf Milliarden Dollar.

          Die Gliederung der Serie im Einzelnen

          Um treffsicher beurteilen zu können, wie ein Rückkaufprogramm von der Börse aufgenommen wird und inwieweit es im Sinne der Aktionäre ist oder nicht, soll im Zuge einer siebenteiligen Serie das Thema ausführlich beleuchtet werden.

          Teil eins beschäftigt sich dabei mit der Frage, welche Motive erfüllt sein müssen, damit ein Aktienrückkauf als betriebswirtschaftlich sinnvoll einzuschätzen ist. In den Beiträgen zwei bis fünf geht es dann darum, inwieweit Aktienrückkäufe ein Schutz vor Übernahmen sind, sich damit gegen eine Unterbewertung ankämpfen lässt oder sich der Aktienkurs verbessern lässt und ob derartige Maßnahmen überhaupt vor Wachstumsunternehmen geeignet sind.

          Bevor im abschließenden Beitrag noch ein Fazit darüber gezogen wird, wann sich aus Aktienrückkäufen Kaufsignale ergeben, soll zudem noch beleuchtet werden, wie die staatliche Summe an Aktienrückkäufen mit der in den USA ebenfalls noch immer hohen Zahl an Verkäufen von ihm Besitz des Managements befindlichen eigenen Aktien zusammen passen.

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