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Schwellenland im Aufschwung : Rekordjagd an Südafrikas Finanzmärkten

Südafrika lebt von Rohstoffen: Einwohner eines Dorfes im Diamantenrausch Bild: Reuters

Der Rand hat sich besser entwickelt als Währungen anderer Schwellenländer. Auch die Börse in Johannesburg floriert. Mit dem Land hat beides aber kaum zu tun.

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          An den südafrikanischen Fi­nanz­märkten spielen sich in der Corona-Pandemie bemerkenswerte Entwicklungen ab. Das Land steuert auf eine dritte Infektionswelle zu, wobei erst ein winziger Teil der Bevölkerung geimpft ist. Zusätzlich spitzt sich die Versorgungskrise ausgerechnet zum Winterbeginn auf der Südhalbkugel zu. Täglich stellt der staatliche Energieversorger Eskom für mehrere Stunden den Strom ab. Doch an den Finanzmärkten klettern die Kurse.

          Claudia Bröll
          Politische Korrespondentin für Afrika mit Sitz in Kapstadt.

          Der alle Aktien umfassende Index an der Johannesburger Börse (JSE) stieg vor wenigen Tagen auf den höchsten Wert in der mehr als 130 Jahre langen Geschichte der JSE. Seit einem kurzzeitigen Kursrutsch Mitte März 2020 hat der Index um mehr als 75 Prozent zugelegt. Ähnlich präsentiert sich die Landeswährung Rand, die aktuell mit den stärksten Kursgewinnen unter den großen Schwellenländerwährungen aufwartet. Seit März vergangenen Jahres wertete der Rand um mehr als ein Fünftel gegenüber dem Dollar auf. Für einen Dollar werden derzeit 13,80 Rand gezahlt, Ende April vergangenen Jahres waren es fast 19 Rand. Ein Euro kostet aktuell 16,70 Rand.

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