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Devisenmarkt : Franken-Kurs auf höchsten Stand seit fast zwei Jahren

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Der Franken hat zu Wochenbeginn zu einem neuen Höhenflug angesetzt. Bild: dpa

Der anhaltende Handelsstreit zwischen den Vereinigten Staaten und China drückt auf die Aktienkurse. Gewinner sind unter anderem Gold und der Schweizer Franken.

          Aus Furcht vor den Folgen des Zollstreits der Vereinigten Staaten mit anderen Staaten ziehen sich Investoren aus den europäischen Aktienmärkten zurück. Gefragt sind zum Wochenbeginn unter anderem die „sicheren Häfen“ bei Anlegern, wie die Gold und der Schweizer Franken. Gold war mit 1315,59 Dollar je Feinunze zeitweise so teuer wie zuletzt vor zweieinhalb Monaten.

          Der Schweizer Franken hat ebenfalls zu Wochenbeginn zu einem Höhenflug angesetzt. Zum Euro legte die Währung auf den höchsten Stand seit knapp zwei Jahren zu. Der Euro sackte im Gegenzug bis auf 1,1127 Franken ab. „Wir sehen eine zunehmende Flucht in sichere Häfen“, begründete Sven Schubert von Vontobel Asset Management den Anstieg.

          Grund sei der anhaltende Handelsstreit zwischen den Vereinigten Staaten und China, der auf die Stimmung drücke. Da sich hier keine rasche Lösung abzeichne, könne der Franken auch in den kommenden Tagen weiter zulegen. Auch zum Dollar gewann der Franken an Wert.

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          Die Schweizer Währung gilt bei Investoren als sicherer Hafen in unruhigen Zeiten und ist daher besonders bei wirtschaftlichen oder politischen Turbulenzen gefragt. Der Schweizerischen Nationalbank (SNB) ist das jedoch ein Dorn im Auge: Sie ist an einem möglichst schwachen Franken interessiert, um damit die exportorientierte Wirtschaft zu stützen. Um den Franken für Investoren unattraktiv zu machen, hat sie Negativzinsen eingeführt und ist bei Bedarf zu Interventionen am Devisenmarkt bereit. Nächste planmäßige Zinssitzung der SNB ist am 13. Juni.

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