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Hoher Kursverlust : Schwacher Börsenstart von Hensoldt

Noch in bester Stimmung: Hensoldt-Vorstandschef Thomas Müller läutet die Glocke zum Handelsauftakt an der Frankfurter Börse. Bild: Reuters

Nach dem Wohnmobilhersteller Knaus Tabbert fällt auch für das Rüstungselektronikunternehmen das Debüt am Aktienmarkt enttäuschend aus

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          Der Rüstungselektronikhersteller Hensoldt hat am Freitag einen schwachen Börsenstart hingelegt und damit auch das plötzlich wieder verschlechterte Umfeld für Neulinge auf dem  Kapitalmarkt illustriert. Die Aktie notiert an ihrem ersten Handelstag weit unter dem Ausgabekurs, obwohl der schon am unteren Rand der ursprünglich definierten Spanne festgesetzt worden war. Am Mittag kostete der Anteil 11,10  Euro, was 7 Prozent unter dem Emissionspreis liegt. Damit lag der Titel deutlich schwächer als der Gesamtmarkt. Der deutsche Aktienindex Dax gab bis zum Freitagmittag um 1,1 Prozent auf 12.467 Punkte nach.

          Klaus Max Smolka
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Hensoldt ist in dieser Woche der zweite Börsenneuling nach dem Wohnwagen- und Wohnmobilhersteller Knaus Tabbert, der den Bann nach einer längeren Börsengangs-Flaute in Frankfurt gebrochen hatte. Zu Beginn dieser Woche verschlechterte sich das Umfeld jäh: Die wieder anschwellende Zahl von Corona-Infektionen in Europa beunruhigte Investoren. Schon am Montag waren der Dax, der Mittelwerteindex M-Dax und der europäische Leitindex Euro Stoxx 50 jeweils um etwa 4 Prozent abgesackt. Im Fall Knaus Tabbert  wurde noch am Vorabend  des Börsengangs beratschlagt, wie man vorgehen würde. Auch hier mussten die Eigner den Ausgabepreis ganz unten in der – extrem breit vordefinierten – Spanne ansetzen.

          Hensoldt gehört dem amerikanischen Finanzinvestor KKR, der das Unternehmen im Jahr 2017 von Airbus erwarb. Die von KKR beauftragten Banken hatten für den Börsengang eine Angebotsspanne zwischen 12 und 16 Euro festgelegt und konnten die Aktien am Ende nur mit 12 Euro plazieren, entsprechend einer Marktkapitalisierung von rund 1,3 Milliarden. Nach einem Xetra-Kurs auf eben diesem Niveau ging es am Freitag nach Handelsbeginn schnell unter die 11-Euro-Marke. Mandatiert für diesen bisher größten deutschen Börsengang des Jahres  waren federführend Deutsche Bank, Bank of America und  JP Morgan.

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