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Finanzinvestoren : Schufa im Visier

Wer ist wie kreditwürdig? Bild: dpa

Die Auskunftei Schufa mag mit ihrer Macht über Daten der Bürger zu Recht kritisch beäugt werden – aber als Eigentümer ist ein Finanzinvestor nicht per se problematischer als eine Gruppe von Banken.

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          Die Schufa ist immer heikel, ihre Macht über Daten der Bürger wird zu Recht kritisch verfolgt. Sie bewertet 68 Millionen Deutsche und 6 Millionen Unternehmen, ohne das Urteil der Auskunftei ist vieles im Leben nicht möglich. Anteilseigner sind vornehmlich Banken.

          Im Frühling wurde bekannt, dass einige den Verkauf von Paketen erwögen, und das hatte das Zeug zum Politikum – zumal die kolportierten Interessenten aus der Private-Equity-Branche kamen. Ein amerikanisches Haus wie Hellman & Friedman führt in der Gesellschaft schnell zu Stirnrunzeln.

          Nun hat sich die skandinavische Beteiligungsgesellschaft EQT mit Société Générale geeinigt, knapp 10 Prozent zu übernehmen – was gewiss als Sprungbrett für mehr gedacht ist. EQT dürfte seinen im Allgemeinen guten Ruf in der Szene ausspielen. Zudem will man sich offenbar unter anderem dadurch profilieren, dass man die Schufa verbraucherfreundlicher aufstelle.

          Ob das auch Realität wird, ist erst später zu bewerten. Die Schufa mag zu Recht kritisch beäugt werden – aber als Eigentümer ist ein Finanzinvestor nicht per se problematischer als eine Gruppe von Banken.

          Klaus Max Smolka
          Redakteur in der Wirtschaft.

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