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Schneeballsysteme : Ein Urteil entlastet geschädigte Kapitalanleger

Der Bundesgerichtshof erleichtert geschädigten Privatanlegern die Beweislast. Fehlen den Opfern die Einblicke in dubiose Geschäftsmodelle, müssen sich die Unternehmen dazu vor Gericht erklären. Bild: dpa

Opfer eines Kapitalanlagebetrugs ziehen häufig ohne stichhaltige Beweise gegen die Kriminellen vor Gericht. Denn es fehlt der Zugang zu dringend benötigten Unterlagen. Nun kommt ihnen der Bundesgerichthof zur Hilfe.

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          Es ist die Aussicht auf leicht verdientes Geld und ein deutlich über dem Marktniveau liegendes Renditeversprechen, für die manche Privatanleger jegliche Vorsicht ausblenden: Geldanlagen, aus denen sich dauerhaftes „passives Einkommen“ generieren lässt, oder Geheimtipps „ohne jedes Risiko“. Mit solchen Aussagen werben Anbieter von Kapitalanlagen in Anzeigen und im Internet um Verbraucher.

          Marcus Jung
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Hinter den intransparenten Geschäftsmodellen stehen häufig sogenannte Schneeballsysteme – Konstrukte, die nur über das Anwerben neuer Kunden und deren Kapital am Laufen gehalten werden und denen selten Gegenwerte wie Immobilien oder Fondsvermögen gegenüberstehen. Profiteure sind dabei die Initiatoren: Nicht selten kommt es wie etwa im Falle der Frankfurter Immobiliengesellschaft S&K oder aktuell im Vorfeld der Insolvenz des Projektentwicklers German Property Group zum Abfluss von Vermögen in Millionenhöhe.

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