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Zuversichtliche Ratingagentur : S&P erkennt keine Fragmentierung im Euroraum

EZB-Doppelturm in Frankfurt: Der Renditeanstieg italienischer Staatsanleihen bereitet der Notenbank Sorgen. Bild: Ilkay Karakurt

Europa-Chefvolkswirt Broyer rechnet eher mit einer Stagflation als mit einer Rezession. Die Inflation sei noch nicht so verbreitet wie in den USA oder in Großbritannien.

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          Der Euroraum hat in den vergangenen zehn Jahren beachtliche Fortschritte gemacht. Im Gespräch mit der F.A.Z. führt der Europa-Chefvolkswirt der Ratingagentur S&P Global, Sylvain Broyer, diese Entwicklung auf die Reformen sowohl auf europäischer als auch auf nationaler Ebene zurück. Diese Faktoren wiegen seiner Ansicht nach schwerer als die berühmte Rede des früheren Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, am 26. Juli 2012. Darin hatte der heutige italienische Ministerpräsident gesagt, dass die EZB alles tun werde, um den Euro zu retten („whatever it takes“).

          Markus Frühauf
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Broyer verweist auf die ersten Schritte für einen einheitlichen Bankenmarkt. Auch die Bemühungen um die Kapitalmarktunion zeigten, dass die Länder näher zusammengerückt seien. Besonders wichtig findet er die Tatsache, dass Fiskal- und Geldpolitik inzwischen eng zusammenarbeiten, also in die gleiche Richtung gehen. Vor zehn Jahren sei das nicht der Fall gewesen. Die Eurozone ist inzwischen deutlich widerstandsfähiger geworden“, lobt Broyer.

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