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Opec-Treffen : Öl-Macht Russland

Russlands Energieminister Alexander Nowak (links) beim Opec-Treffen in Wien Bild: Reuters

Der G-20-Gipfel und das anschließende Opec-Treffen zeigen, wie Russlands Einfluss auf die Ölpreise wächst. Putin weiß das zu nutzen.

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          Rund ein Jahr ist es jetzt her, dass Russlands Präsident Wladimir Putin und der amerikanische Präsident Donald Trump nach einem Treffen vollmundig verkündeten, ihre beiden mächtigen Öl- und Gas-Länder wollten die Interessen künftig stärker bündeln – und gemeinsam den Weltölmarkt regulieren.

          Jetzt prescht eine andere Zweier-Allianz auf dem Ölmarkt weitaus handfester vor: Russland und Saudi-Arabien. Die beiden Staaten haben sich schon am Wochenende beim G-20-Gipfel in Osaka darauf verständigt, die Öl-Förderkürzung für die Opec und ihre Verbündeten zu verlängern und das gleich öffentlich verkündet.

          Die anderen Opec-Mitglieder und kooperierenden Staaten durften die Entscheidung am Montag und Dienstag in Wien dann nur noch abnicken. Kein Wunder, dass dieses Vorgehen so manches andere Opec-Mitglied verärgert hat, auch wenn sich nicht alle öffentlich dazu äußerten.

          Das alles zeigt: Die Macht Russlands in diesem Spiel wächst. In einer Konstellation, in der die Vereinigten Staaten den Golfstaaten als Ölförderer mehr Konkurrenz machen als früher, sind die Russen als Bündnispartner auf beiden Seiten gefragt. Putin weiß das zu nutzen.

          Christian Siedenbiedel
          Redakteur in der Wirtschaft.

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