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Angriff auf Ukraine : Krisentipps für Anleger

Was tun? Ein Händler an der Frankfurter Börse verfolgt Nachrichten und Kurse gleichzeitig. Bild: dpa

Russlands Angriffskrieg lässt die Aktienmärkte rund um die Welt einbrechen. Wie Anleger ihre Depots auf die neue Lage einstellen sollten.

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          Martin Lück bringt eigentlich so leicht nichts aus der Fassung. Der Chefanlagestratege von Blackrock im deutschsprachigen Raum hat schon viele Krisen gesehen. Doch wie schnell die Lage in der Ukraine eskaliert, hat auch ihn überrascht. „Es ist sehr schwer vorherzusagen, wo Putins Grenzen liegen werden“, sagte Lück am Donnerstag im Gespräch mit der F.A.Z. Die immer weiter eskalierende Lage stellt Anleger vor schwere Entscheidungen. „Es ist immer schwierig, zu reagieren, während sich die Dinge gerade entwickeln“, sagte Lück weiter. Nur eines sei klar: „Es macht keinen Sinn, jetzt noch panikartig zu verkaufen. Dafür sind die Kurse nun schon zu stark gefallen.“

          Tim Kanning
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Um mehr als 5 Prozent sackte allein der deutsche Leitindex Dax im Laufe des Donnerstags ab. Zu den größten Verlierern unter den Einzelwerten mit Kursverlusten zwischen 7 und 10 Prozent zählten Industriewerte wie Siemens, Continental oder Covestro, die unter rasant steigenden Energiepreisen und eingeschränkten Exportmöglichkeiten leiden dürften. Die Aktie der Deutschen Bank gab fast 11 Prozent ab. „Die Energiepreise dürften stark ansteigen“, sagte Lück. „Das kann eine Verlangsamung der europäischen Wirtschaft zur Folge haben. Deutschland wäre davon besonders betroffen, weil es einerseits besonders stark von russischer Energie abhängig ist, als Exportnation aber auch auf einen starken Welthandel und freie Zahlungsverkehrswege angewiesen ist.“

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