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Riskantes Spekulieren : Warum Zocker-Aktien so beliebt sind

Der Traum vom schnellen Geld: Vor allem junge, ungebildete Männer spekulieren mit „Super-Penny-Stocks“. Bild: AP

Ein paar Aktien oder lieber einen Lottoschein? Vor allem junge Anleger hoffen beim Spekulieren mit hochriskanten Papieren auf den großen Gewinn. Doch die Statistik spricht eine klare Sprache.

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          Menschen sind durchaus bereit, Risiken einzugehen. Das gilt nicht nur für die Geldanlage, wird bei dieser aber besonders deutlich. Allerdings ist das Phänomen an zwei Voraussetzungen geknüpft: Das Ausmaß des Risikos muss überschaubar erscheinen, und es muss dabei die Aussicht auf einen großen Gewinn bestehen – selbst wenn dieser allzu unwahrscheinlich ist. In der Statistik wird diese Risikostruktur als „positive Schiefe“ bezeichnet.

          Martin Hock
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Diese Affinität für positive Schiefe lässt sich bei Aktienkäufern gut beobachten. Nach Studien erfreuen sich vor allem in einer bestimmten Schicht von Käufern sogenannte „Lotterie-Aktien“ großer Beliebtheit. Das sind Aktien mit niedrigen und stark schwankenden Kursen, die aber auf diese Weise in kurzer Frist die Chance auf einen hohen Ertrag bieten. Landläufig nennt man das „Zocker-Aktien“. Davon gibt es viele: Am amerikanischen Aktienmarkt notiert immerhin jede sechste Aktie mit einem Kurs von weniger als 10 Cents. In Deutschland ist es dagegen weniger als jede dreißigste.

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