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Altersvorsorge : Was von Riester übrig blieb

Der Kanzler und sein Arbeitsminister Bild: imago/Christian Ditsch

Die Politik hat eine Reform verschleppt und die Bedingungen auf dem Riester-Markt verschärft. Das hat viele Anbieter verschreckt. Dadurch ist das Angebot für Kunden nun so dünn geworden, dass es kaum noch Auswahl gibt.

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          In der Altersvorsorge hat die Ampelkoalition einiges vor. Vor allem mit der Idee, in der gesetzlichen Säule eine Aktienrente einzuführen, hat sie Diskussionen ausgelöst. Die Pläne für die dritte Säule dagegen, die private Altersvorsorge mit und ohne staatliche Förderung, sind weniger präzise gefasst. Dringlich sind sie auch. Schon zwischen den Unionsparteien und der SPD war eine ausgehandelte Reform in der abgelaufenen Legislaturperiode schließlich doch noch gescheitert. Überdies drehte das Gespann aus Bundesfinanzminister Scholz und seinem Staatssekretär Jörg Kukies vor ihrem Wechsel ins Kanzleramt dem Riester-Markt die Luft ab.

          Philipp Krohn
          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Menschen und Wirtschaft“.

          Die Zahl der Riester-Anbieter hat sich zum 1. Januar deutlich dezimiert. Wer noch übrig ist, stellt die stark abgespeckte Produktauswahl nur noch aus zwei Gründen ins Schaufenster: erstens um Politik und Öffentlichkeit zu signalisieren, dass man die geförderten Rentenversicherungen weiterhin für eine gute Idee hält, zweitens weil sie ein Einsteigerprodukt sind, mit denen sich bestimmte Kundengruppen erreichen lassen. Riester sei für junge Leute und Frauen häufig ein Einstieg in das Thema Altersvorsorge, heißt es von der Allianz , dem größten deutschen Lebensversicherer. Bei der Tochtergesellschaft Allianz Leben seien 57 Prozent der Riester-Kunden Frauen.

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