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Rhodium im Höhenflug : „Das Edelste aller Edelmetalle“

Rhodium könnte bei der Herstellung von Brennstoffzellen oder in der Wasserstoffwirtschaft in Zukunft vermehrt zum Einsatz kommen. Bild: obs

Der Preis für Rhodium steigt in atemberaubende Höhen. Für private Kleinanleger gibt es jedoch nur wenige Anlagemöglichkeiten. Der Handel mit Exchange Traded Funds könnte sich lohnen.

          3 Min.

          Eine Feinunze für mehr als 21.000 Dollar: Weitgehend unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit, schnellt der Preis für Rhodium – manche nennen es das „edelste aller Edelmetalle“ – gerade in atemberaubende Höhen. Das Platinmetall, das als Nebenprodukt von Platin gefördert wird und eher Fachleuten ein Begriff ist, kostet mittlerweile mehr als zehnmal so viel wie Gold und achtzehnmal so viel wie Platin. Ein Ende des Höhenflugs ist Marktbeobachtern zufolge bisher nicht in Sicht.

          Claudia Bröll

          Freie Autorin für die Wirtschaft in Südafrika.

          2008 hatte der Rhodium-Preis zuletzt einen Rekord von 10.000 Dollar erreicht, wenn auch nur kurzzeitig. Später stürzte der Preis auf weniger als 600 Dollar, bevor er sich relativ stetig erholte. Wie zuvor profitieren aber auch jetzt nur wenige Privatanleger von den Preisbewegungen. Bisher gibt es nur vereinzelte Exchange Traded Funds (ETF) für Rhodium. Der Handel finde nicht an Börsen statt, sondern direkt zwischen Rohstoffkonzernen, spezialisierten Handelshäusern und der Industrie, sagt Hans-Günter Ritter, Berater bei dem Edelmetallhändler Heraeus in Hanau, dieser Zeitung. Der Markt sei klein, illiquide und von außen nur schwer zu durchschauen, denn alle Marktteilnehmer sind auf Diskretion bedacht.

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