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Über Spac : Reise-Startup HomeToGo geht durch „Hintertür“ an die Börse

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Logo vor einer Tür am Sitz in Berlin: Der Ferienhaus-Marktplatz HomeToGo will an die Börse. Bild: ZB

Vermittlungsplattform soll mit 1,2 Milliarden Euro bewertet werden. Unternehmen will sich „erheblichen finanziellen Spielraum“ verschaffen.

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          Dem milliardenschweren Börsengang des Reise-Startups HomeToGo steht nichts mehr im Weg. Seine Aktionäre hätten einstimmig grünes Licht für eine Verschmelzung mit HomeToGo gegeben, teilte das vom Finanzinvestor Klaus Hommels in das Leben gerufene Spac („Special Purpose Acquisition Company“) Lakestar am Montag nach der außerordentlichen Hauptversammlung mit. 36,8 Prozent der Aktionäre machten allerdings von der Gelegenheit Gebrauch, ihre Papiere Lakestar wieder anzudienen. Im Vergleich zu den jüngsten US-Spacs sei dies eine ungewöhnlich niedrige Quote, hieß es. Am Montag wurden die Lakestar-Aktien mit 9,69 Euro gehandelt, also unter dem Ausgabepreis von 10,00 Euro.

          Noch Ende September soll der Börsengang „durch die Hintertür“, bei dem HomeToGo mit 1,2 Milliarden Euro bewertet wird, erfolgt sein. Der Vermittlungsplattform fließen dadurch rund 250 Millionen Euro zu. Das verleihe dem Unternehmen „erheblichen finanziellen Spielraum“, um weiter zu wachsen und „die Chancen zu ergreifen, die sich aus der steigenden Nachfrage nach alternativen Ferienunterkünften“ ergäben, sagte Firmenmitgründer und Chef Patrick Andrae.

          Der Lakestar-Spac war im Februar die erste leere Unternehmenshülle seit mehr als einem Jahrzehnt, die in Frankfurt auf das Parkett ging. Danach folgte noch 468 Spac, das inzwischen mit dem Spielfiguren-Anbieter Boxine verschmolzen ist.

          HomeToGo mit Sitz in Berlin wurde 2014 gegründet. Inzwischen ist der Marktplatz für Ferienwohnungen und -häuser in 23 Ländern aktiv. Lakestar hat in der Vergangenheit bereits in HomeToGo investiert, das insgesamt bei Geldgebern mehr als 170 Millionen Dollar eingesammelt haben soll. Im laufenden Jahr will HomeToGo 80 Millionen Euro umsetzen. Von Januar bis Juni hat es zu 30 Millionen Euro gereicht und damit 30 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

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