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Reichen-Report : Nur ein Ausrutscher

  • -Aktualisiert am

Geldbündel liegen auf einem Tisch. Bild: dpa

Die Reichen dieser Welt konnten ihr Vermögen im vergangenen Jahr nicht in gewohntem Tempo steigern. Das lag an den Börsen – doch in der Geldanlage zahlt sich ein langer Atem aus.

          Die privaten Finanzvermögen sind im vergangenen Jahr so langsam gewachsen wie lange nicht. Das lag vor allem am deftigen Rückschlag an den Aktienmärkten im vierten Quartal, der viele Anleger schwer getroffen hat. Die Deutschen indes sind relativ glimpflich durch das Börsengewitter gekommen. Denn sie halten nur einen vergleichsweise kleinen Anteil ihres Vermögens in Aktien.

          So gesehen war 2018 für Aktienmuffel ein gutes Jahr, so erschütternd der Blick auf die Sparbucherträge auch gewesen sein mag. Diese kurzfristige Betrachtung darf allerdings nicht die Sicht darauf verstellen, dass eine breitere Streuung der Vermögenswerte und damit eben auch ein höherer Aktienanteil langfristig bessere Resultate versprechen.

          Die Unternehmensberatung Boston Consulting schätzt, dass die privaten Finanzvermögen in aller Welt bis 2023 jährlich um fast 6 Prozent steigen werden. Mithin wäre das Jahr 2018 nur ein Ausrutscher gewesen. Für die These spricht, dass sich die Aktienkurse im bisherigen Jahresverlauf deutlich erholt haben. Wer also im Herbst panikartig seine Aktien verscherbelt hat, steht jetzt wie ein begossener Pudel da. Das Beispiel zeigt: In der Vermögensanlage zahlt sich ein langer Atem meist aus.

          Johannes Ritter

          Korrespondent für Politik und Wirtschaft in der Schweiz.

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