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Razzia in der Deka : Rufschaden für die Sparkassen

  • -Aktualisiert am

Die Deka-Bank gehört zur Sparkassen-Familie. Bild: dpa

Niemand mag Steuerfahnder im Haus. Für öffentlich-rechtliche Banken ist es besonders peinlich. Im Gegensatz zu Razzien in der Deutschen Bank gibt es aber immerhin eine wohltuende Erleichterung.

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          Wer will schon Steuerfahnder im Haus haben? Für die Dekabank als Mitglied der öffentlich-rechtlichen Sparkassen-Familie ist der Rufschaden besonders schlimm. Landauf, landab loben sich ihre Eigentümer, rund 350 deutsche Sparkassen, für ihre Gemeinwohlwohlorientierung, ihre Spendenfreude und die hohen Steuerzahlungen, die sie vor Ort in ihren Regionen leisten – ganz anders als die Großbanken, deren Steuern in den Metropolen anfallen.

          Zu diesem hehren Image passt Steuerhinterziehung nicht. Schon – wie in diesem Fall der Deka  – auch nur der Verdacht trifft das Selbstverständnis der Sparkassen-Gruppe fundamental. Hinzu kommt, dass auch Landesbanken im Besitz von Bundesländern und Sparkassen wie die untergegangene West LB, die HSH Nordbank und selbst die Helaba den Fiskus in den vergangenen Jahrzehnten mit Aktiengeschäften rund um den Dividendenstichtag in großem Stil geschädigt haben.

          Die Deka ist also mit ihrer Verwicklung in den Cum-Ex-Sumpf nicht allein im öffentlichen Lager, aber das macht das Ganze nur schlimmer. Eine einzige, im deutschen Rechtsstaat mit seiner Unschuldsvermutung durchaus wohltuende Erleichterung kann die Deka verspüren: Die Ermittler rückten bei ihr eher diskret an – ohne Blaulicht und ganz anders als bei der Deutschen Bank, wo oft Fotojournalisten schon vorgewarnt und entsprechend postiert sind, bevor die Ermittler zur Razzia anrücken. Aber nochmals: Steuerfahnder will niemand im Haus haben. Die Deka ist da keine Ausnahme. Die Glaubwürdigkeit steht auf dem Spiel.

          Hanno Mußler
          Redakteur in der Wirtschaft.

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