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Neue Finanzregeln PSD2 : Aufseher entscheiden im Sinne der Bankkunden

  • -Aktualisiert am

Fintech-Messe in Singapur: Überblick behalten ist schwer Bild: Reuters

Banken wollten den gesetzlich geforderten Zugang digitaler Finanzdienstleister zu Kontodaten einschränken. Gut für Kunden, dass die Finanzaufsicht die Institute damit nicht durchkommen lässt – denn Konkurrenz belebt das Geschäft.

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          Die Idee der Europäischen Union war eigentlich gut: Die neue Zahlungsdiensterichtlinie sollte der Umgang mit Geld im Internet sicherer machen und gleichzeitig verkrustete Strukturen aufbrechen, weil Konkurrenz bekanntlich das Geschäft belebt.

          Doch die Europäische Union hatte die Rechnung ohne die Banken gemacht, die natürlich eine eigene Agenda haben: Wenn sie schon extra eine eigene Schnittstelle programmieren müssen, dann könnte man mit ihr zumindest die unliebsame Konkurrenz der Fintechs wieder aussperren. Diese Fintechs hatten den Banken in den vergangenen Jahren durch günstige Kreditvergleiche, moderne Banking-Apps und cleveren Kontoanalysten das Leben schwer gemacht.

          Die neuen PSD2-Schnittstellen lieferten nun deutlich weniger Informationen als die alten. Zusätzlich hatten die Fintechs mehr Aufwand – nicht marktreif war noch das höflichste, was zu hören war. Doch die Bafin hat dem einen Riegel vorgeschoben und klar definiert, was geht und was nicht geht. Das ist gut und richtig so, denn nur so wird dem Geist der Zahlungsdiensterichtlinie gedient. Ein glasklarer Sieg für die Fintechs – und damit für die Verbraucher.

          Franz Nestler

          Redakteur in der Wirtschaft.

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