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Private Equity : Unternehmensbeteiligungen für kleines Geld

Der Impfstoff-Erfolg von BioNTech war auch ein unverhofft riesiger Erfolg für die Anleger der MIG-Fonds. Bild: Lucas Bäuml

Private-Equity-Angebote für kleine Vermögen sind rar. Jüngst sorgten allerdings zwei Rekorde für Aufsehen. Zwei Dinge sind in größerem Maß nötig als Geld: Geduld und Vertrauen.

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          Die sogenannten Private Markets haben in den vergangenen Jahren verstärkt Interesse auf sich gezogen. Anleger versprechen sich durch direktes Investieren in Unternehmen, unabhängiger von den Schwankungen der Wertpapiermärkte zu werden und ihre Anlagen besser zu streuen. Ebenfalls locken höhere Ertragsaussichten. Denn weil die Märkte weniger liquide sind, ist eine Prämie zu verdienen. Für Anleger mit kleinem Budget gilt indes, dass es wenig passende Angebote gibt und diese zu oft die Erwartungen enttäuschten, sodass es um diesen Markt eine ganze Weile lang eher still war.

          Martin Hock
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Jüngst sorgten allerdings die MIG-Fonds des Emissionshauses HMW etwas für Aufsehen. Drei der Beteiligungskapitalfonds für junge Unternehmen in Deutschland und Österreich („Venture Capital“) hatten vor etwa 13 Jahren rund 13 Millionen Euro in den Corona-Impfstoffentwickler BioNTech investiert. Der Verkauf eines Großteils der Beteiligung brachte den Anlegern 2020/21 mit 700 Millionen Euro die größte Ausschüttung, welche die MIG-Fonds jemals leisteten. Zum Teil erhielten Anleger Ausschüttungen vom Zehnfachen ihrer Einlage – ein Rekord, der so sicher kaum wiederholbar sein wird. Aber auch etwa der Verkauf des Halbleitertechnik-Unternehmens Silectra an Infineon im Jahr 2018 brachte den Fonds-Anlegern Ausschüttungen von bis zu 45 Prozent.

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