https://www.faz.net/-gv6-8g56u

Premiere in Amerika : Ex-Sklavin erscheint auf 20-Dollar-Note

  • Aktualisiert am

Harriet Tubman Bild: Reuters

Erstmals wird das Porträt einer schwarzen Frau auf einer amerikanischen Dollarnote erscheinen. Eigentlich sollte der neue Schein erst 2030 in Umlauf gebracht werden. Doch es gibt erheblichen Druck von Frauenorganisationen.

          Erstmals wird das Porträt einer schwarzen Frau auf einer amerikanischen Dollarnote erscheinen. Für den 20-Dollar-Schein wurde Harriet Tubman ausgewählt, eine berühmte Fluchthelferin, die im 19. Jahrhundert zahlreichen Sklaven zur Freiheit verhalf, wie ein Sprecher des Finanzministeriums am Mittwoch in Washington mitteilte.

          Derzeit wird der 20-Dollar-Schein vom Konterfei des siebten amerikanischen Präsidenten Andrew Jackson (1829-37) geziert. Wann der neue Schein gedruckt werden soll, ist noch unklar. Eigentlich steht dies erst im Jahr 2030 an. Allerdings gibt es erheblichen Druck von Frauenorganisationen, Jackson schon früher zu ersetzen.

          Ein Entwurf. Wird die Bürgerrechtlerin Harriet Tubman bald einen Dollarschein zieren?

          Für die Entscheidung über die Neugestaltung der Banknote hatte das Finanzministeriums die Bürger befragen lassen, welche Frau erstmals seit mehr als hundert Jahr auf einem Dollarschein gezeigt werden sollte. Millionen von Bürgern beteiligten sich, wie Ressortchef Jack Lew sagte. Vorgeschlagen wurden etwa auch die frühere First Lady Eleanor Roosevelt oder die schwarze Bürgerrechtlerin Rosa Parks.

          Harriet Tubman (1822-1913) war selber eine frühere Sklavin. Nach ihrer Flucht setzte sie sich für die Abschaffung der Sklaverei ein. Als Aktivistin der Organisation Underground Railroad gelang es ihr, zahlreiche Afroamerikaner aus den Sklavenhalterstaaten des Südens in den Norden der Vereinigten Staaten und damit in die Freiheit zu schleusen.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Bundeskanzlerin Angela Merkel beantwortet im Rahmen der Befragung der Bundesregierung die Fragen der Abgeordneten. Dabei gibt sie sich angrifflustiger denn je.

          Regierungsbefragung : Merkel an der Ballwurfmaschine

          Gut eine Stunde lang lässt sich die Kanzlerin im Bundestag befragen und liefert sich mit Linken und Rechten einen rhetorischen Schlagabtausch – so offensiv hat man Merkel selten erlebt. Neue Inhalte wurden dabei gleich mitgeliefert.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.