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Prämiensparvertrag : Bittere Pille für Sparkassen im Zinsstreit

Die Fronten im Streit um „Prämiensparverträge“ verhärten sich zunehmend. Bild: dpa

Wegen der Niedrigzinsen sollen einige Institute die Zinsen auf ihre Prämiensparverträge angepasst haben. Die Auseinandersetzung mit Verbraucherschützern eskaliert vor Gericht.

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          Die Fronten im Streit um „Prämiensparverträge“ verhärten sich zunehmend. Zur Erinnerung: Solche Prämiensparverträge waren für die rote Finanzgruppe ein absoluter Bestseller. Bei ihnen erhält der Sparer zusätzlich zum Zins jedes Jahr eine Prämie. Diese Prämie steigt mit der Laufzeit der Verträge an. Doch das wird für viele Sparkassen in Zeiten niedriger Zinsen zum Problem, so dass sie viele alte Sparverträge kündigen wollen oder die Zinsen anpassen.

          Marcus Jung

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Nun stehen auf der einen Seite Banken und Sparkassen, die sich bei der Verwendung umstrittener Zinsanpassungsklauseln im Recht sehen. Ihnen gegenüber stehen die Verbraucherzentralen, die mit einer Reihe von Musterfeststellungsklagen gegen Sparkassen vorgehen. Ihrer Ansicht nach haben die Kreditinstitute den Zinssatz falsch berechnet. Somit hätte die Verwendung unwirksamer Zinsanpassungsklauseln die Folge, dass viele der vor allem in den 1990er und in den frühen 2000er Jahren vertriebenen Prämiensparverträge noch einmal zu Gunsten der Bankkunden nachgerechnet werden müssten.

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