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Portrait : Elan

  • -Aktualisiert am

Die Firmengeschichte von Elan zeigt, dass eine klare Expansionsstrategie verfolgt worden ist, meint Analyst Christian Garbe.

          2 Min.

          Elan wurde 1969 von Donald E. Panoz in Dublin gegründet. 1972 wurde mit Tetrabid® das erste Produkt auf den Markt gebracht. In Athlone (Irland) eröffnete Elan 1978 ein neues Forschungs- und Entwicklungslabor. Drei Jahre später gründete Elan die Elan Pharmaceutical Research Corporation (EPRC) in Georgia (USA), die seit 1984 am Nasdaq OTC Market gehandelt wird. Seit 1990 wird Elan an der amerikanischen Börse gehandelt und war somit das erste irische Unternehmen, dem dies gelang.

          Elan Corporation spezialisierte sich in den letzten Jahren auf die Entwicklung und Vermarktung von Drug Delivery Systeme und neuer pharmazeutischer Produkte. Seit seiner Gründung expandierte das Unternehmen und baute sich seinen Markt durch den Verkauf von Service und Produkten an führende Pharmaunternehmen auf. Diese Bereiche werden vor allem durch zwei Geschäftsteile durchgeführt. Zum einen Elan Pharmaceuticals (EP) und zum anderen Elan Pharmaceutical Technologies (EPT).

          Unter die Geschäftsfelder von EP fallen die Entdeckung, Entwicklung und Vermarktung therapeutischer Produkte zur Behandlung von neurologischen Störungen und von Schmerzen, wie auch einen diagnostischen Service für Neurologische Störungen. EPT entwickelt, vermarktet und lizenziert Drug Delivery Systeme. Der dritte Geschäftsbereich ist Elan Pharmaceutical Operations (EPO). Sein Aufgabengebiet umfasst Elans weltweite Produktionseinheiten.

          Forschung / Technologieplattform

          Seit seiner Gründung war das Unternehmen hauptsächlich mit der Forschung, Entwicklung und Produktion von Drug Delivery Systemen beschäftigt. Ziel ist es, Medikamente in einer patientenfreundlicheren Weise zu verabreichen. Dies wird beispielsweise durch die Reduzierung von mehreren täglichen Dosierungen erreicht. Eine weitere Möglichkeit ist die Verabreichung von kleineren Tabletten, Kapseln, Brausetabletten, Hautpflastern oder Inhalationssprays anstatt von Injektionen oder großen Tabletten und Kapseln.

          Ein weiteres Ziel der Drug Delivery Systeme ist die Möglichkeit, empfindliche oder toxisch wirkende Wirkstoffe als Medikament zu nutzen. Durch gezielte Freisetzung in einem bestimmten Teil des Magen-Darmtrakts, kann der Wirkstoff vor dem Verdauen geschützt werden. Vor toxisch oder schädlich wirkenden Wirkstoffen können Patienten durch gezielte langsame Freisetzung geschützt werden. Dies ermöglicht den Einsatz neuer und eventuell wirksameren Wirkstoffen, die bisher nicht als Medikament geeignet waren.

          Seit seiner Gründung war das Unternehmen bestrebt, zahlreiche Kooperationen und Lizenzvereinbarungen mit anderen Unternehmen einzugehen. Lizenzvereinbarungen und Kooperationsverträge bestehen unter anderem mit den Unternehmen Aventis, Schwarz Pharma, Tanabe Seiyaku Company, Biovail, Perrigo, Watson Pharmaceuticals, Mitsubishi-Tokyo Pharmaceutcals, Ligand Pharmaceuticals, Novartis Pharmaceuticals, Solvay Pharmaceuticals, Merck & Co, American Home Products, Milkhaus Laboratory, und Bristol-Myers Squibb.

          Die Firmengeschichte verdeutlicht, dass eine klare Expansionsstrategie verfolgt worden ist, die sehr professionell durchgezogen wurde

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