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Grenke-Kritiker Fraser Perring : Der Heckenschütze, der nicht immer trifft

Der Engländer Fraser Perring, 47, stellt Firmen an den Pranger und verdient damit Millionen. Bild: Reuters

Als Jäger wird der selbstironische Brite immer wieder selbst zum Gejagten, auch weil er gern aufschneidet. Angelegt hat er sich schon mit vielen Unternehmen, doch einer seiner Lieblingsgegner scheint die deutsche Finanzaufsicht Bafin zu sein.

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          Wenn Fraser Perring zuschlägt, dann ohne Vorwarnung und immer nach dem gleichen Muster. Wie aus dem Nichts taucht im Internet ein Bericht über mehrere Dutzend Seiten auf, der gespickt ist mit Zahlen und Zitaten und immer denselben beiden F-Wörtern: Fake und Fraud, Fälschung und Betrug. Das Angriffsziel ist stets ein börsennotiertes Unternehmen, auf dessen Kursabsturz Perring zuvor gewettet hat. Mit seinen Attacken hat der Engländer einigen Erfolg. Weil seine Anschuldigungen viele Anleger verunsichern, trennen sie sich von ihren Anteilen an plötzlich in Verruf geratenen Unternehmen. Die Aktienkurse geben stark nach, während Management und Aufsichtsrat nichts weiter tun können als zu versuchen, die Vorwürfe auf die Schnelle zu entkräften. Manchen Firmen gelingt es, andere gehen pleite.

          Thomas Klemm
          Sportredakteur.

          Nun also hat sich Fraser Perring mit seiner Firma Viceroy Research mal wieder ein deutsches Unternehmen vorgenommen: Grenke Leasing, eine Firma aus Baden-Baden, die ihr Geld mit dem Vermieten von Büroausstattung und IT verdient und im M-Dax notiert ist. Zu den bei Perring üblichen Vorwürfen Bilanzfälschung und Betrug ist bei dem am vergangenen Montag veröffentlichten Grenke-Report ein weiterer hinzugekommen: Geldwäsche. Der Aktienkurs brach danach binnen 48 Stunden um die Hälfte ein. Erst als das badische Unternehmen die Vorwürfe aus dem 64-seitigen Bericht zurückwies, beruhigte sich die Lage und der Kurs stieg wieder.

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