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Portfoliotheorie : Effizienz bringt mehr Rendite

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Verschiedene Finanzanlagen bewegen sich unterschiedlich. Die Portfoliotheorie zeigt, welche Vorteile man daraus ziehen kann.

          Die Portfoliotheorie besagt im Wesentlichen, dass sich mit einer gezielten Streuung von Finanzanlagen bei gleichem Risiko eine höhere Rendite erzielen lässt als mit einem intuitiven Anlageprozess. Umgekehrt wird auch ein Schuh daraus. Um eine vorgegebene Rendite zu erreichen, riskiert ein Investor bei zielstrebigem Vorgehen wesentlich weniger, als wenn er seine Strategie willkürlich festlegt.

          Dabei kann man unterscheiden zwischen strategischer Vermögensaufteilung und der taktischen Variante. So spielt die Aufteilung von Vermögen auf verschiedene Anlageformen, Länder und Währungen eine größere Rolle als die Selektion einzelner Branchen, individueller Titel oder bestimmter Klassen von Schuldnern. Im Zuge der strategischen Vermögensaufteilung entscheidet man sich für ganze Märkte. Die Frage lautet dabei etwa, in welchen Regionen man sich unter Chancen-Risiko-Aspekten wie stark engagieren möchte.

          International wichtig: das Währungsrisiko

          Die Währungsaufteilung muss dabei nicht unbedingt den Ländergewichtungen folgen, sondern kann und muss manchmal davon abweichen. So ergibt sich etwa ein Problem, wenn in einem Land zwar attraktive Rendite-Risiko-Gelegenheiten bei bestimmten Anlageformen vermutet werden, gleichzeitig aber die Landeswährung mit großer Wahrscheinlichkeit gegenüber der Referenzwährung abwertet. Im ungünstigsten Fall könnte der Wertverlust der Währung die positive Anlagerendite übertreffen und netto zu einem Verlust führen.

          Insgesamt ist der Anlageprozess mehrstufig: zuerst wird auf der Makroebene optimal diversifiziert und dann innerhalb der einzelnen Länder und Anlageklassen. Dabei ist das Prinzip immer dasselbe. Der entscheidende Effekt ist in der Abbildung exemplarisch illustriert. Würden Aktien und Geldmarktanlagen sich immer gleichzeitig und gleichartig bewegen, also vollständig korrelieren, wären die auf der geraden Linie liegenden Kombinationen zwischen Risiko und Ertrag möglich. Ein Investor könnte zum Beispiel bei einem Risiko von 10 Prozent eine Rendite von etwa 7,75 Prozent realisieren.

          Unvollständige Korrelation bringt Renditegewinn

          In Wirklichkeit korrelieren die beiden Anlageformen allerdings nicht vollständig, möglicherweise sogar negativ. Deswegen sind Rendite-Risiko-Kombinationen derart möglich, wie es beispielhaft die rote Linie zeigt. Der angegebene Renditegewinn ist zwar möglich, muss aber nicht unbedingt in der zeichnerisch angedeuteten Größenordung anfallen.

          Dieser Selektionsprozess dürfte den Normalanleger leicht überfordern. Allerdings ist es auch für ihn interessant, dass das genau das Prinzip ist, nach dem Investment-Fonds gestrickt sind, die nach dem Top-Down-Prinzip vorgehen. Er kann sich also die ganze Mühe ersparen, indem er auf diese Vehikel setzt. Dabei bleibt ihm allerdings die Qual der Wahl. Wobei ihm die hier gewonnene Erkenntnis sicher nützt: entscheidend ist die Auswahl des richtigen Marktes im richtigen Augenblick - und erst danach kommt die Branche oder der einzelne Titel.

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