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Platz 4: Genesis Adaptive Systeme Deutschland : Auch Glas kann ziemlich intelligent sein

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Timo Möller verbiegt Spiegel ganz gezielt Bild: F.A.Z.-Rainer Wohlfahrt

Eine künstliche Hand kann nicht fühlen. Noch nicht. Genesis verhandelt gerade mit Ärzten, Krankenkassen und dem Bund über ein Forschungsprojekt, das im kommenden Jahr starten soll. Es ist eine Anwendung der Adaptronik.

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          Eine künstliche Hand kann nicht fühlen. Noch nicht. Genesis verhandelt gerade mit Ärzten, Krankenkassen und dem Bund über ein Forschungsprojekt, das im kommenden Jahr starten soll. Es ist eine Anwendung der Adaptronik. Die Technologie realisiert Systeme auf Basis von Werkstoffen, die sich selbst an die Umgebung anpassen - durch Wärme, Strom oder Magnetismus, etwa ein Spiegel, der sich verformen läßt. Genesis-Gründer Timo Möller ist einer von rund 50 Technologen in Deutschland, die sich mit dieser neuen, der Mechanik überlegenen Technik auskennen und sie außerhalb des Flugzeugbaus einsetzen.

          Als Entwicklungsdienstleister bietet der 37jährige seine Kenntnisse Unternehmen an, die glauben, daß diese Technik ihre Produkte verbessert. Die fertige Entwicklung meldet er dann zusammen mit dem Kunden als Patent an und verdient an den Lizenzgebühren. In anderen Fällen informiert er von sich aus Unternehmen über mögliche technische Schwierigkeiten und bietet seine Hilfe an.

          300.000 Euro für Labor und Maschinen

          In der Unternehmensberatung, in der er früher gearbeitet hat, konnte er die Adaptronik nicht umsetzen. Deswegen ging er den Weg der Selbständigkeit. Für knapp 300.000 Euro kaufte er ein Labor und Maschinen, um damit entwickeln zu können. Fünf Mitarbeiter hat er eingestellt.

          Über Netzwerke, unter anderem der Fraunhofer-Gesellschaft, holt er sich Fachwissen, wenn er selbst nicht weiterkommt. Seine Kunden sind vor allem mittelständische Unternehmen. Der Start war gut, drei Aufträge im Wert von 600.000 Euro hat er schon eingesammelt, zwei weitere wünscht er sich, um die Gewinnzone zu erreichen. Aber an anderer Stelle tauchten unerwartet Probleme auf: „Die Behördengänge liefen reibungslos. Statt dessen warte ich seit drei Monaten auf einen Internet- und Telefonanschluß“, klagt Möller.

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