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Digitalwährungen : Paypal verkauft bald Bitcoin

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Bald wird es leichter, Digitalwährungen zu kaufen. Bild: Reuters

Der Zahlungsanbieter Paypal steigt in das Geschäft mit Kryptowährungen ein: In den Vereinigten Staaten wird bald der Handel mit ihnen möglich sein – der Rest der Welt soll folgen.

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          Der Zahlungsanbieter Paypal steigt in das Geschäft mit Kryptowährungen ein. Kunden in den Vereinigten Staaten können künftig über die Paypal-Plattform Bitcoin und andere Cyberdevisen kaufen, verkaufen und sie aufbewahren, wie der amerikanische Konzern am Mittwoch mitteilte. Ab Anfang 2021 soll es zudem möglich sein, bei Händlern via Paypal mit Kryptowährungen zu bezahlen. Geplant sei, das Angebot im kommenden Jahr auf weitere Länder zu erweitern. Die Paypal-Aktien legten an der Wall Street rund drei Prozent zu. Auch der Bitcoin-Preis zog an.

          Paypal setzt darauf, dass das Angebot die weltweite Nutzung und Akzeptanz von Kryptowährungen erhöht, wie Firmenchef Dan Schulman sagte. „Wir arbeiten mit Zentralbanken zusammen und denken über alle Formen digitaler Währungen nach und darüber, welche Rolle Paypal spielen kann.“ Bei Paypal-Wettbewerbern wie Square und Robinhood Markets ist der Handel mit Bitcoin & Co schon länger möglich, aber Experten gehen davon aus, dass der Einstieg von Paypal den Markt beflügelt. Das Unternehmen aus Kalifornien hat allein im zweiten Quartal Zahlungen von 222 Milliarden Dollar abgewickelt und zählt 346 Millionen Konten.

          Paypal war im vergangenen Jahr bei dem von Facebook ins Leben gerufenen Projekt für die Digitalwährung Libra ausgestiegen. Der Zahlungsdienstleister hatte dies damit begründet, sich auf sein eigenes Geschäft konzentrieren zu wollen. Facebook will mit Libra eine weltweite digitale Währung aufbauen, durch die Nutzer des sozialen Netzwerks in Regionen ohne funktionierende Infrastruktur Zugang zum Geldsystem bekommen.

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