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Enttäuschender Ausblick : Paypal unter Druck

  • Aktualisiert am

Haste mal ’n Euro? Klar, per Paypal. Bild: dpa

Das Geschäft mit der Abwicklung bargeldloser Zahlungen ist umkämpft. Auch der bekannte Anbieter Paypal muss sich ins Zeug legen. Das bleibt nicht ohne Folgen.

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          Der Online-Bezahldienst Paypal hat zum Jahresende trotz hoher Konsumausgaben im Weihnachtsgeschäft einen Gewinneinbruch hinnehmen müssen. Aufgrund hoher Ausgaben sank der Überschuss im vierten Quartal verglichen mit dem Vorjahreswert um 13 Prozent auf 507 Millionen Dollar, wie das Unternehmen am Mittwoch nach Börsenschluss mitteilte. Der Umsatz stieg um 17 Prozent auf 5,0 Milliarden Dollar stärker als von Analysten erwartet.

          Indes kam der Aktienkurs nachbörslich bei hohem Handelsvolumen kräftig unter Druck und fiel um 2,6 Prozent. Ursächlich war vor allem ein enttäuschender Ausblick.

          Im ersten Quartal erwartet Paypal einen Gewinn je Aktie zwischen 76 und 78 Cents. Analysten waren im Durchschnitt von  82 Cents ausgegangen, im vierten Quartal hatte Paypal 86 Cents verbucht. Vor allem die jüngste Akquisition, Honey Science. belastet den Gewinn. Das Unternehmen ist ein Konkurrent des hierzulande weitaus bekannteren Unternehmens Groupon und vertriebt genau wie dieses Gutscheine und besondere Angebote an Konsumgütern. Mit dem 4-Milliarden-Dollar-Zukauf wollte Paypal vor allem Kundendaten erwerben. Immerhin hat Honey Science 17 Millionen Nutzer. Erst im kommenden Jahr soll Honey Science zum Unternehmensgewinn beitragen.

          Überhaupt ist Paypal dabei, extern zu wachsen. 2019 erwarb man eine Mehrheitsbeteiligung am chinesischen Zahlungsabwickler Go Pay und schloss Kooeprationen mit dem lateinamerikanischen Anbieter Mercado Libre. Auch die Zusammenarbeit mit der chinesischen Union Pay soll ausgebaut werden.

          Dennoch blieb das abgewickelte Zahlungsvolumen blieb mit 199 Milliarden Dollar im vierten Quartal unter den von Analysten erwarteten 203 Milliarden Dollar.

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