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So teuer wie vor der Krise : Die Opec treibt den Ölpreis noch weiter hoch

Die Ölförderung bleibt im Krisenmodus. Bild: dpa

Die Ölstaaten verschieben die Normalisierung der Ölförderung nach den Kürzungen der Corona-Krise weiter in die Zukunft. Die Lage sei zu unsicher.

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          Die Organisation erdölexportierender Länder und ihre Verbündeten (Opec plus) verlängern ihre restriktive Förderpolitik weitgehend für einen weiteren Monat. Sie gilt nun bis Ende April. Nur Russland und Kasachstan wird eine Ausweitung der Produktion um 130.000 Barrel beziehungsweise 20.000 Barrel je Tag zugestanden.

          Saudi-Arabien will seine freiwillige Kürzung um 1 Million Barrel (je 159 Liter) pro Tag in den April hinein verlängern. Das haben die Ölstaaten am Donnerstag nach einem Treffen überraschend angekündigt und damit den Ölpreis in die Höhe getrieben. Zeitweise notierte der Preis der Nordsee-Ölsorte Brent bei mehr als 67 Dollar je Barrel. Das ist der höchste Stand seit Januar 2020 und ein Plus von mehr als 5 Prozent gegenüber dem Vortag.

          Erwartet worden war, dass die Ölstaaten nach den Förderkürzungen im Zuge der Corona-Pandemie die Mengen jetzt wieder deutlich anheben, wie Giovanni Staunovo, Ölanalyst der Bank UBS, ausführte. Das wichtige Ölförderland Saudi-Arabien hatte zu Beginn des Treffens aber für Vorsicht geworben.

          „Die Ungewissheit über das Tempo der wirtschaftlichen Erholung ist nicht zurückgegangen“, sagte Energieminister Abdulaziz bin Salman: „Bevor wir die nächsten Schritte unternehmen, sollten wir sicher sein, dass der Lichtstreifen, den wir vor uns sehen, kein Scheinwerfer eines entgegenkommenden Expresszuges ist.“ Russlands Energieminister Alexander Nowak sagte, die Lage sei besser als vor einigen Monaten. Aber auch er wies darauf hin, dass die Ausbreitung des Virus und die wirtschaftlichen Folgen schwer zu kalkulieren seien.

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