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Treffen der Ölstaaten : OPEC plus schickt den Ölpreis auf Talfahrt

Die OPEC will mehr Öl fördern. Bild: dpa

Die Ölstaaten wollen trotz des Preisverfalls an ihren Plänen für eine höhere Ölförderung festhalten. Das war anders erwartet worden.

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          Die Beratung der Öl-Allianz OPEC plus über die künftige Ölförderung haben am Donnerstag den Ölpreis erst hochgetrieben, dann aber sehr kräftig fallen lassen. Zeitweise kostete Öl der Nordseesorte Brent am Donnerstagnachmittag weniger als 66 Dollar, später gab es eine gewisse Gegenbewegung. Noch vor kurzem hatte der Preise bei mehr als 80 Dollar gestanden.

          Christian Siedenbiedel
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Die Ölstaaten teilten nach ihren Beratungen mit, dass sie an der geplanten Erhöhung der Ölfördermenge um 400 000 Barrel (Fass zu 159 Liter) je Tag im Januar festhalten wollen. Zuvor hatte es Spekulationen gegeben, die vorgesehene Erhöhung der Förderung könnte wegen des Ölpreisverfalls und eines erwarteten Überangebots in den ersten Monaten des kommenden Jahres ausgesetzt  werden. Das hatte den Ölpreis hoch- und runtergetrieben.

          Es wurde kein Wertpapier gefunden!

          Die Minister der OPEC plus kündigten an, dass sie die globale Corona-Entwicklung und die Marktlage genau im Blick behalten „und falls nötig schnelle Anpassungen vornehmen“ werden. 

          Ein internes Papier, das kursierte, rechnet für das erste Quartal 2022  mit einem Angebotsüberschuss in Höhe von 3 Millionen Barrel je Tag, für März sogar von 3,8 Millionen Barrel,  deutlich mehr als bislang erwartet. Dahinter soll vor allem die Öffnung der Ölreserven einiger Industrieländer stecken.

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