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Opec-Kartell : Erdölpreis dürfte steigen

  • Aktualisiert am

Polizisten bewachen das Hauptquartier der Opec in Wien Bild: Reuters

Das Ölkartell Opec und seine Partner verlängern ihr Förderlimit. Das dürfte die Preise des für die Wirtschaft unverzichtbaren Rohstoffs in den nächsten Wochen steigen lassen.

          Die Erdölländer haben ihr seit Dezember 2018 geltendes Förderlimit bis Ende März 2020 verlängert. Das schreibt die englischsprachige indische Zeitung Economic Times auf ihrer Webseite. Die 14 im Opec-Kartell zusammengeschlossenen Staaten und weitere Partnerländer wie Russland wollen mit diesem Schritt den Preisverfall des Rohstoffs bremsen.

          Die Ölpreise notieren trotz dieser Entscheidung niedriger als am Montag. Im Mittagshandel kostete ein Barrel des in der Nordsee für den europäischen Markt geförderten Brent-Öls 64,90 US-Dollar. Das waren 16 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 12 Cent auf 58,96 Dollar. Ein Barrel entspricht knapp 159 Litern.

          Der Ölpreis ist aus Sicht der Erdölländer unter Druck geraten, weil sich die Aussichten für die Weltwirtschaft eintrüben und die Vereinigten Staaten mit Hilfe neuer Fördertechnik zusätzliche Quellen anzapfen.

          Die 14 Kernländer der Opec hatten bereits auf ihrer gestrigen Sitzung die Weichen für eine Verlängerung des Förderlimits gestellt. Nun haben sich auch die Partnerländer wie Russland zu diesem Schritt entschieden. Da die Entscheidung zu erwarten war, sind die Ölpreise heute nicht mehr gestiegen.

          Ölpreis (Brent)

          Doch das Opec-Limit dürfte seine Wirkung aber noch zeigen. „Das zu erwartende Angebotsdefizit sollte die Ölpreise in den kommenden Wochen weiter steigen lassen", kommentierte Carsten Fritsch, Rohstoffexperte bei der Commerzbank. Dazu könnten nach Ansicht des Experten auch weitere Angebotsausfälle aus dem Iran beitragen.

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