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Zukunft der Opec : Ölländer attackieren Klimarat: „Öl ist nicht giftig“

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Khalid al-Falih ist Energieminister des bedeutendsten Opec-Mitglieds Saudi-Arabien. Bild: dpa

Die Vereinten Nationen empfehlen einen deutlich größeren Einsatz erneuerbarer Energieträger. Nun beschwert sich die Opec mit deutlichen Worten.

          Die Ölförderländer-Organisation Opec hat die Forderungen des Weltklimarats nach einem erheblich stärken Einsatz erneuerbarer Energieträger im Kampf gegen die Erderwärmung als fehlgeleitet kritisiert und von einem „Bombardement“ durch Lobbyisten gesprochen. Die Vorstellung, dass Erneuerbare die einzige Zukunft der Welt seien, sei fehl am Platz, sagte Opec-Generalsekretär Mohammed Barkindo am Donnerstag in London. „Wir haben große Bedenken wegen einiger Schlussfolgerungen, gar nicht zu sprechen von den Vorschlägen für künftige Lösungen.“

          Es gehe nicht darum, eine Energiequelle gegenüber einer anderen zu bevorzugen, wie es Teile der Wissenschaft vorschlügen. Dass die Zukunft allein den Erneuerbaren gehöre, das sei falsch. „Öl ist nicht giftig, die Emissionen sind giftig“, sagte er weiter.

          Daher sei nötig, Technologien in den Mittelpunkt zu rücken, die Emissionen fossiler Brennstoffe reduzieren und letztlich ganz eliminieren. Ein „Bombardement“ von Verfechtern alternativer Energien beeinflusse aber Investitionen in fossile Energieträger mit möglicherweise gefährlichen Folgen für die Gesellschaft und die Weltwirtschaft.

          Der UN-Klimarat IPCC hatte in einem Sonderbericht am Montag stärkere Maßnahmen gegen den Klimawandel gefordert. Um den Anstieg der Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, müsse der Anteil der Erneuerbaren an der Stromerzeugung bis Mitte des Jahrhunderts von derzeit rund 25 auf 70 bis 85 Prozent steigen. Zudem sollte der Kohlendioxid-Ausstoß bis 2030 um rund 45 Prozent vom Niveau im Jahr 2010 gesenkt und bis zum Jahr 2050 unter dem Strich auf null gedrückt werden, empfehlen die Fachleute.

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