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Zahlverhalten : So hat Corona unseren Umgang mit Geld geändert 

Bild: dpa

Weniger Bargeld und mehr Online-Banking: Ein Fünftel der Deutschen will dauerhaft anders zahlen. Doch Sorgen um die Sicherheit im Internet bleiben bestehen.

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          Die Corona-Krise verändert den Umgang mit Geld. Laut einer Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young (EY) zahlen inzwischen viel mehr Verbraucher ihre gekauften Waren mit Karten. Jeder Fünfte wolle dies beibehalten und sein Zahlungsverhalten dauerhaft ändern. „Die Corona-Pandemie beschleunigt die Transformation und Digitalisierung des Finanz- und Bankensektors“, erläuterte EY-Partner Robert Melnyk. Für die Studie wurden 1600 Verbraucher in Deutschland befragt.

          Markus Frühauf

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Demnach zahlt jeder Vierte häufiger mit Karte als noch vor der Pandemie. 16 Prozent verzichten dafür auf Bargeld und führen weniger mit sich. Und auch die Scheu vor dem Internet sinkt: Denn 14 Prozent erledigen laut der EY-Umfrage ihre Einkäufe öfter über das Internet. Melnyk rechnet mit einer noch stärkeren Verlagerung des Zahlungsverkehrs ins Internet. Rund die Hälfte der Befragten habe angegeben, Bankgeschäfte künftig häufiger online abzuwickeln. Dies werde den Fintechs, die den traditionellen Banken bereits seit einiger Zeit Marktanteile abluchsen, einen Schub geben.

          „Voraussetzung ist aber, dass die Anbieter die Sicherheit im Griff haben. Ihre Finanzen wollen die Verbraucher – zu Recht – in Sicherheit wissen“, sagte Melnyk. Allerdings zeigte die Studie auch, dass die überwiegende Mehrheit der Befragten den Geschäftsbanken zunächst treu bleiben wollen. Nur 7 Prozent seien in den kommenden zwölf Monaten für einen Bankwechsel bereit. „Die klassischen
          Bankinstitute genießen nach wie vor einen großen Vertrauensvorsprung gegenüber den Herausforderern aus dem Fintech-Segment“, sagte Melnyk. Um diesen Vorteil nicht zu verlieren, seien mehr Investitionen in Digitalisierung notwendig.

          Einer noch häufigeren Nutzung von Internetangeboten stehen in erster Linie Sicherheitsbedenken gegenüber: Knapp die Hälfte der Verbraucher (49 Prozent) nennen die Sorge um die Sicherheit als Grund, warum sie ihre Finanzen nicht häufiger online verwalten. Jeder Vierte schätzt weiterhin den persönlichen Service durch Bankmitarbeiter. Ebenfalls knapp ein Viertel (24 Prozent) hat schlicht kein Interesse an derartigen Angeboten.

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