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Fed verlängert Verbot : Amerikas Banken dürfen weiter keine Dividenden zahlen

  • Aktualisiert am

Filiale der Bank of America in New York Bild: Reuters

Die Aktionäre von amerikanischen Großbanken müssen weiter auf eine Ausschüttung verzichten. Warum das die Aktien europäischer Häuser stützen könnte.

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          Die amerikanische Notenbank verbietet Großbanken mindestens bis Ende des Jahres den Rückkauf von Aktien und begrenzt die Auszahlung von Dividenden. Das geschehe wegen der anhaltenden wirtschaftlichen Unsicherheit, teilte die Fed am Mittwoch nach dem amerikanischen Börsenschluss mit. Ein solches Ausschüttungsverbot soll dafür sorgen, dass die Banken in der Corona-Pandemie ausreichend kapitalisiert bleiben, um die Wirtschaft weiter mit Krediten zu versorgen. Betroffen von dem Verbot sind Institute mit einer Bilanzsumme von mehr als 100 Milliarden Dollar, also vor allem die Großbank wie JP Morgan Chase, Citibank und Goldman Sachs.

          Die Fed hatte bereits Ende Juni bei der Vorstellung des jüngsten Stresstests empfohlen, auch im vierten Quartal auf beide Maßnahmen zu verzichten: Auf die Geldhäuser könnten wegen der Pandemie Kreditverluste von insgesamt bis zu 700 Milliarden Dollar zukommen. Für die Deutsche Bank spielen die Vorgaben keine Rolle, da sie in den Vereinigten Staaten weder eine Dividende zahlt noch Aktien zurückkauft. 

          Interessant ist der Beschluss dennoch auch für die europäischen Großbanken. Hier gilt nämlich schon länger ein entsprechender Appell der Europäischen Zentralbank, auf Dividenden und Aktienrückkäufe zu verzichten, der im Juli noch einmal bis zum Ende dieses Jahres verlängert worden war. Manches Institut bezeichnete das gerne als transatlantische Wettbewerbsverzerrung, der Investoren eher zum Kauf amerikanischer Aktien verleite. Im vierten Quartal will die EZB ihre “Empfehlung“ überprüfen.

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