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Norwegen : Weltgrößter Staatsfonds will den deutschen Mittelstand

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Yngve Slyngstad leitet den norwegischen Staatsfonds. Bild: Reuters

Bislang darf er nicht, möchte aber sehr gerne: Der Chef des größten Staatsfonds auf dem Planeten hat deutsche Firmen im Blick. Und erklärt, was er sich davon verspricht.

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          Der norwegische Staatsfonds will seine Beteiligungen an mittelständischen Unternehmen in Deutschland in den nächsten Jahren deutlich erhöhen. Hier gebe es „noch Nachholbedarf“, sagte der Chef des weltgrößten Staatsfonds, Yngve Slyngstad, dem „Focus“.

          Es gebe viele erfolgreiche Firmen mittlerer Größe, die nicht an der Börse notiert sind. „Bislang konnten wir in diese Unternehmen nicht investieren, weil wir nicht die Erlaubnis dazu von der norwegischen Regierung hatten. Wir hoffen, dass sich das in diesem Jahr ändern wird.“ Der Manager zeigte sich auch offen, bestehende Beteiligungen an Dax-Konzernen zu erhöhen.

          Slyngstad zeigte sich zuversichtlich, dass die deutschen Autohersteller den Technologiewandel erfolgreich meistern. „Wir halten einen Anteil von drei Prozent an BMW und Daimler und ein bisschen weniger an Volkswagen.“ Diese Beteiligungen seien etwas größer als die in vergleichbaren Branchen in anderen Ländern. „Das zeigt, dass wir großes Vertrauen in die deutschen Autohersteller haben.“

          Der Fonds investiert die Öleinnahmen Norwegens, um für die Zeit nach der Ausbeutung der Ölreserven in der Nordsee vorzusorgen. Mit einem verwalteten Vermögen von ungefähr einer Billion Dollar ist er der weltgrößte Staatsfonds. Der Fonds investiert in Aktien, Anleihen und Immobilien und ist an ungefähr 9000 Firmen beteiligt. Er hält mehr als ein Prozent aller auf der ganzen Welt gehandelten Aktien.

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