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Hollands Notenbankchef sagt : „Es gibt keinerlei Gründe, das Programm fortzusetzen“

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Die Europäische Zentralbank sitzt in Frankfurt. Bild: dpa

Die Europäische Zentralbank kauft monatlich für einen zweistelligen Betrag Wertpapiere. Nun wirbt ein weiterer Notenbanker dafür, damit aufzuhören.

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          Die Europäische Zentralbank sollte nach Einschätzung des niederländischen Notenbankchefs Klaas Knot ihre Anleihenkäufe so schnell wie möglich beenden. „Es gibt keinerlei Gründe, das Programm fortzusetzen“, sagte Knot im niederländischen Fernsehen. Darüber müsse es Klarheit geben.

          Die Führung der Notenbank hat bislang beschlossen, das aktuelle Programm bis zum September laufen zu lassen. Seit Jahresbeginn hat sie ihre monatlichen Netto-Käufe zurückgefahren auf 30 Milliarden Euro.

          Die Notenbanker streben an, die Teuerungsrate in Richtung des mittelfristigen Inflationszielwerts von etwas unter 2 Prozent zu bringen und außerdem die wirtschaftliche Entwicklung in der Währungsunion zu unterstützen. Jüngste Äußerungen der EZB-Entscheider deuten darauf hin, dass sie immer zufriedener mit der wirtschaftlichen Entwicklung werden. Dahingehend äußerte sich gerade zum Beispiel auch der EZB-Direktor Benoît Cœuré.

          Bundesbank-Präsident Jens Weidmann sagte jüngst im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, er plädiere dafür, die Wertpapierkäufe in diesem Jahr zu beenden. „Das hielte ich aus heutiger Sicht für angemessen“, sagte Weidmann. Er bekräftigte seine grundsätzliche Kritik an dem Staatspapiere-Kauf durch die Notenbanken der Währungsunion. „Die Käufe haben nicht vernachlässigbare negative Nebenwirkungen. So sind die Zentralbanken dadurch inzwischen zu den größten Gläubigern der Staaten geworden.“

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