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Neue Studie : Wie vernünftig ist Sparen bei negativen Zinsen?

Europäische Zentralbank in Frankfurt: Die Geldpolitik ist nicht allein für die negativen Zinsen verantwortlich Bild: AP

Ökonomen sehen Deutschland und seine Konsumenten fest im Griff des Negativzinses. Die Gründe dafür liegen tiefer, als die aufgeheizte Debatte es auf den ersten Blick erkennen lässt.

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          Auf dem geldpolitischen Symposion in Jackson Hole haben die Ökonomen Òscar Jordà und Alan Taylor eine Arbeit vorgelegt, die einen Beitrag zu der in Deutschland lebhaften Debatte um die Ursachen der negativen Zinsen leistet. Sie haben für vier Industrienationen den sogenannten „natürlichen Zins“ geschätzt. Der natürliche Zins ist jener Zinssatz, der sich in einer vollbeschäftigten und inflationsfreien Volkswirtschaft ohne Beeinflussung durch Notenbanken ergäbe.

          Auf diesen „natürlichen Zins“ – ein Ende des 19. Jahrhunderts von dem schwedischen Ökonomen Knut Wicksell popularisiertes und bis heute oft verwendetes Konzept – wirken vor allem fundamentale Kräfte wie die Bevölkerungs- und die Produktivitätsentwicklung und, damit verbunden, das Wirtschaftswachstum sowie die Neigung zu Ersparnis und Investitionen ein.

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