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EZB und EU : Die heikle Macht der Notenbank

Nicht nur architektonisch von Bedeutung: Die EZB in Frankfurt Bild: Lucas Bäuml

Die Stabilität von Europas Finanzmärkten in der Corona-Krise hängt an der EZB – nicht an der EU. Eine Studie des Forschungsinstituts ZEW Mannheim sieht darin Gefahren.

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          Europas Finanzmärkte haben die Corona-Pandemie erstaunlich gut weggesteckt. Turbulenzen an den Kapitalmärkten blieben aus. Auch die Renditen der Staatsanleihen Nord- und Südeuropas drifteten zumindest nicht so auseinander, wie das in der Finanz- und Eurokrise zu beobachten war. Hinter dieser relativen Stabilität der Finanzmärkte steckt allerdings weniger die Europäische Union (EU) mit ihren gewaltigen Hilfsprogrammen – als vielmehr die offenbar noch wirkungsvoller eingreifende Europäische Zentralbank. Das jedenfalls geht aus einer Studie hervor, die das Forschungsinstitut ZEW Mannheim mit Unterstützung der Brigitte Strube Stiftung erarbeitet hat und die der F.A.Z. exklusiv vorab vorliegt.

          Christian Siedenbiedel
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Die spannende Frage dabei: Wenn die Stabilität der Finanzmärkte für Staats-schulden so stark an der EZB hängt – erwachsen aus dieser Abhängigkeit womöglich Gefahren? „Fiskalische Dominanz“ nennen Ökonomen eine Situation, in der die Notenbank zu sehr von den Bedürfnissen der Staaten nach niedrigen Zinsen bestimmt wird. Ist Europa auf diesem Weg?

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