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Aufpreis für Glücksspiele : Neue Extra-Gebühren für Kreditkarten

Nichts geht mehr: Am Spieltisch in der Spielbank Stuttgart. Bild: dpa

Die Bank ING-Diba will künftig 3 Prozent vom Umsatz, wenn jemand seine Kreditkarte für Lotto, Spielcasino oder Online-Glücksspiel einsetzt. Was steckt dahinter?

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          Die Frankfurter Bank ING-Diba, eine der beliebtesten Direktbanken in Deutschland mit rund 2,1 Millionen Girokonten, ändert zum 1.Juli ihre allgemeinen Geschäftsbedingungen und ihr Preisverzeichnis. In dem Schreiben, das dieser Tage bei den Kunden eingeht, finden sich allerhand bemerkenswerte Änderungen. So gibt es künftig an den Geldautomaten einen Mindestbetrag, man kann mit der Visa Card am Automaten nur noch Beträge ab 50 Euro abheben. Eine andere Neuerung aber ist besonders auffällig: Die Bank verlangt künftig eine Gebühr, wenn ein Kunde seine Visa-Card fürs Glücksspiel benutzt. Wer künftig ins Spielcasino geht, einen Lottoschein ausfüllt oder im Wettbüro auf seine Lieblings-Fußballmannschaft setzt, soll dafür 3 Prozent vom Umsatz, mindestens aber 3,90 Euro an die Bank abführen.

          Christian Siedenbiedel
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Nun ist es bekannt, dass mit dem Glücksspiel neben der Unterhaltung durchaus Suchtgefahren verbunden sind. Nicht zuletzt deshalb reguliert der Staat in Deutschland das Glücksspiel stark und betreibt Teile davon sogar in einem Monopol, für das Glücksspiel-Konzessionen vergeben werden. Aber ist das der Grund dafür, dass jetzt Banken eine Art Sucht-präventionsgebühr erheben?

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