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Börsengänge : Bike 24 kommen für 15 Euro

  • Aktualisiert am

Mister-Spex-Filiale in Berlin Bild: Picture-Alliance

Zahleiche Neuigkeiten von Börsengängen: Bike 24 kommen für 15 Euro, Mr. Spex gibt es für 23 bis 27. Syngenta blickt derweil nach China.

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          Eher mäßig erfolgreich ist der Börsengang des Online-Fahrradhändler Bike24 verlaufen. Nach Angaben der begleitenden Investmentbanken werden die Aktien für 15 Euro ausgegeben. dafür habe sich der Börsenkandidat entschieden. Angeboten wurden die Aktien in einer Spanne zwischen 15 und 19 Euro. Bike24 fließen damit wie geplant 100 Millionen Euro zu, der Mehrheitseigentümer Riverside kann mit 180 Millionen Euro rechnen. Insgesamt kommt Bike24 am unteren Ende der Spanne auf einen Börsenwert von 662 Millionen Euro. Die Erstnotiz ist für Freitag geplant.

          Unterdessen hat der Berliner Online-Optiker Mister Spex die Preisspanne für seinen geplanten Börsengang in Frankfurt auf 23 bis 27 Euro je Aktie festgelegt. Dies entspreche einer Marktkapitalisierung von bis zu 895 Millionen Euro, teilte das Unternehmen am Dienstag in Berlin mit. Damit sollen brutto 225 bis 264 Millionen Euro erlöst werden. Mit dem Geld will das Unternehmen weiter wachsen und international expandieren.

          Das Angebot umfasse bis zu 9,8 Millionen neue Aktien aus einer Kapitalerhöhung sowie bis zu 3,3 Millionen Papiere aus dem Bestand von Altaktionären, hieß es. Weitere rund 2 Millionen bestehende Aktien stehen dem Unternehmen zufolge zur Deckung eventueller Mehrzuteilungen zur Verfügung. Die Angebotsfrist beginnt am Mittwoch und endet am Mittwoch der kommenden Woche. Erster Handelstag soll der 2. Juli sein.

          Syngentas Börsengang in China rückt näher

          Weit weg von Frankfurt, nämlich in Schanghai, will der Agrochemiekonzern Syngenta an die Börse. Die begleitenden Investmentbanken hätten bei der zuständigen Regulierungsbehörde China Securities Regulatory Commission (CSRC) ein vorbörsliches Evaluierungsgutachten ("Pre-Listing Tutoring Report") für die Technologiebörse STAR Market eingereicht, teilte Syngenta mit. Das Schweizer Unternehmen gehört mehrheitlich zum chinesischen Staatskonzern ChemChina und vereint die Schweizer Syngenta AG, Adama aus Israel sowie den landwirtschaftlichen Aktivitäten der chinesischen Sinochem. Bis die Syngenta Group tatsächlich an die Börse geht, dürften Experten zufolge allerdings noch Monate verstreichen, weil die Transaktion noch von den Behörden genehmigt werden muss Eine Zweitnotierung könnte es später in Zürich, London oder Hongkong geben.

          Das sogenannte "Tutoring" ist eine Eigenheit von Börsengängen in China. Dabei bereiten die Banken das Unternehmen auf eine solche Transaktion vor, indem sie die Manager trainieren und sicherstellen, dass alle regulatorischen Vorgaben eingehalten werden.

          Finanzmarktkreisen zufolge könnte Syngenta einschließlich Schulden auf eine Bewertung von rund 60 Milliarden Dollar kommen. Der Konzern sieht sich als Weltmarktführer im Bereich Pflanzenschutz und als Nummer drei im Bereich Saatgut. Die wichtigsten Konkurrenten sind die deutschen Konzerne Bayer und BASF sowie die amerikanische Corteva. 2020 erwirtschaftete Syngenta bei einem Umsatz von 23,1 Milliarden Dollar ein operatives Ergebnis (Ebitda) von 4,0 Milliarden Dollar.

          Syngenta war früher an der Schweizer Börse gelistet, wurde 2017 aber für 43 Milliarden Dollar von ChemChina gekauft. Die Transaktion war Teil einer Konsolidierungswelle in der Chemiebranche, die auch in China voranschreitet. Ende März hatte die chinesische Regierung den seit Jahren im Raum stehenden Zusammenschluss der Sinochem Group und ChemChina bewilligt.

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