https://www.faz.net/aktuell/finanzen/neobroker-geraten-international-unter-druck-der-boersenaufsicht-17510485.html

Regulierung : Börsenaufsicht gegen Neobroker

  • -Aktualisiert am

Teilhabe an der Macht - ein Slogan des Neobrokers Robinhood (Im Bild: Gründer Wladimir Tenev und Baiju Bhatt). Die Börsenaufsicht sieht das weniger. Bild: AP

Neobroker geraten international unter verstärkten Druck der Aufsichtsbehörden. Diese zweifeln, dass das Geschäftsmodell trotz Gebührenfreiheit den Anlegern nützt.

          3 Min.

          Alle dreißig Jahre scheinen technische Neuerungen den Börsenhandel grundlegend zu verändern. Von der Telegrafie, über den Börsenticker und das Telefon, den Computer oder Direktbanken und das Internet in den Neunzigern. Jedes Mal wurde der Handel schneller, voluminöser und liquider. Seit einigen Jahren sind es die Smartphone-Apps der sogenannten Neobroker, die nicht nur mehr Menschen dazu bewegen zu handeln, sondern auch schneller und öfter.

          Martin Hock
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Doch das Geschäftsmodell steht in der Kritik. Dieses beruht darauf, dass das Handeln nicht nur einfach, sondern vor allem (fast) kostenlos ist. Denn die Neobroker verkaufen gleichsam das Orderaufkommen an größere Handelshäuser (Market Maker) weiter. Der in Amerika wichtigste Neobroker Robinhood erzielt damit mehr als drei Viertel seines Umsatzes. Doch jetzt liegt ein Verbot dieser sogenannter Payment for Order Flows (PFOF) „auf dem Tisch“. Das sagte Gary Gensler, Chef der amerikanischen Börsenaufsicht SEC, am Montag dem Finanzmagazin Barron’s. Um knapp 7 Prozent fiel darauf an der Nasdaq der Aktienkurs Robinhood und auch der Aktienkurs des Online-Brokers Charles Schwab büßte mehr als 3 Prozent ein.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Auf die Software kommt es an: Word von Microsoft, Apples Pages und Google Docs laufen in einer Sparversion auch in jedem Browser-Fenster.

          Office-Programme nutzen : Das Büro im Browser

          Schreiben mit Word, Pages oder Google Docs ganz ohne Softwareinstallation und Abo: Das funktioniert verblüffend einfach auf nahezu jedem Rechner.