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Hinnehmen oder Bank wechseln? : Wie Bankkunden auf verschärfte Negativzinsen reagieren

Finanzplatz Frankfurt: Die hehren Worte, dass man die Breite der Kundenschaft nicht mit Negativzinsen belasten wolle, hört man inzwischen aus den Banken kaum noch. Bild: dpa

Viele Banken senken die Freibeträge für Negativzinsen noch mal deutlich. Auch weniger vermögende Kunden sind zunehmend betroffen. Eine Studie befasst sich mit der Frage, wie geduldig oder verärgert die Menschen reagieren.

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          Deutschlands Banken ziehen die Zügel an: Die Freibeträge für Negativzinsen sinken noch mal bei vielen Instituten. Die Direktbank DKB hat die Grenze gerade auf 25.000 Euro gesenkt, nachdem sie erst im September von 100.000 auf 50.000 Euro runtergegangen war. Seit Monatsanfang liegt die Grenze beim Direktbank-Marktführer ING jetzt bei 50.000 Euro, wie auch bei Commerzbank und Postbank.

          Christian Siedenbiedel
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Nachdem die Banken lange argumentiert hatten, Negativzinsen, Guthabengebühren und Verwahrentgelte träfen nur eine sehr überschaubare Gruppe vermögender Privatkunden mit sehr Einlagen, gleichsam „die Reichen“, kann inzwischen keine Rede mehr davon sein.

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