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Euro-Geldpolitik : Die Negativzinsen der EZB sind schlicht nicht mehr vermittelbar

EZB in Frankfurt Bild: dpa

Die Europäische Zentralbank bereitet nicht nur überfällige Zinserhöhungen vor. Sie will auch die Anleiherenditen unter Kontrolle halten. Doch das ist nicht ihre Aufgabe.

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          Klare Worte findet der Mannheimer Ökonom Klaus Adam zur gegenwärtigen Debatte um die Inflation. „Alles steht in der Europäischen Union auf dem Kopf“, schrieb Adam am Dienstag auf dem Kurznachrichtendienst Twitter: „Die Europäische Zentralbank kümmert sich um die Solvenz der Staatsfinanzen, während den Finanzministern die Inflation Sorgen bereitet. Wurden im Europäischen Vertrag die Zuständigkeiten nicht andersherum zugeordnet?“

          Gerald Braunberger
          Herausgeber.

          Am Donnerstag tritt der Zentralbankrat der Europäischen Zentralbank zu einer turnusmäßigen Sitzung zusammen, auf der er sehr wahrscheinlich den Ausstieg aus seinem seit dem Jahre 2015 in Gang befindlichen Anleihekaufprogramm zum Monatsende beschließen und klare Signale über Erhöhungen des Leitzinses in den kommenden Monaten aussenden wird. Vermutlich im Herbst wird das Kapitel eines derzeit mit minus 0,50 Prozent noch negativen Leitzinses nach acht viel zu langen Jahren zu einem Ende kommen.

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