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Erbe und Testament : Die ungewöhnlichen Auflagen des Umberto Eco

  • -Aktualisiert am

Umberto Eco im Kloster Eberbach im Rheingau. Bild: Marcus Kaufhold

Umberto Eco begeisterte mit „Der Name der Rose“ ein weltweites Publikum. Wie der geniale Autor seine Nachwelt zum Schweigen brachte.

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          Der Name der Rose – es ist dieser eine Roman, der Umberto Eco in den 1980er- Jahren schlagartig weltberühmt macht, den intellektuellen, damals schon 50-jährigen Professor aus Bologna, der die Sprache liebt und sie phänomenal anzuwenden weiß. Als Eco stirbt, bringt er seine Nachwelt für zehn Jahre zum Schweigen.

          Der grandiose Denker Umberto Eco verstirbt am 19. Februar 2016 in seiner Mailänder Wohnung an den Folgen einer Krebserkrankung und hinterlässt seine Frau Renate Ramge, eine gebürtige Deutsche, mit der er seit 1962 verheiratet ist, und zwei Kinder. Weltweit würdigen ihn die Feuilletons als Gelehrten mit Gefühl für das große Publikum, als Bestsellerprofessor, als philosophischen Meisterdetektiv. Sie schreiben von einem „letzten Geniestreich“, als die Witwe später der Öffentlichkeit mitteilt, Umberto Eco habe in seinem Testament verfügt, dass sich mindestens zehn Jahre lang kein „öffentliches Ereignis“ mit ihm und seinem Werk befassen solle: kein Kongress, kein Seminar, kein Symposium, einfach keine Veranstaltungen und keine Art von Würdigung. Der Jungenstreich eines alten Genies. „Vererben wie Umberto Eco“ heißt also, Mut zu ungewöhnlichen Auflagen zu haben.

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