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Fehlender Standard : Nachhaltigkeitsberichte sind für Anleger unzureichend

Der Chemiekonzern BASF hat mit seinem Geschäft einen Einfluss auf die Umwelt, er berichtet aber auch recht umfassend über die Folgen. Bild: BASF SE

Die Nachhaltigkeitsberichte vieler Unternehmen sind nicht miteinander vergleichbar. Für Großinvestoren und Kleinanleger ist das ein Ärgernis, weil sie Risiken nicht erkennen können. Ein Reporting-Standard fehlt.

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          Die nachhaltige Geldanlage hat derzeit zwei starke Treiber: die Kundennachfrage und die politische Regulierung. Finanzunternehmen weiten deshalb ihr Angebot stark aus, um es zu bewerten fehlen aber bislang die richtigen Instrumente. Denn in den Jahren, in denen Unternehmen ihre Nachhaltigkeitsziele noch mit Hilfe der nicht-finanziellen Berichterstattung in „Corporate Social Responsibility Reports“ beschrieben haben, etablierten sich sehr eigenständige Berichtsformen. Wer nun als Investor aber vergleichen will, welche Geldanlage am besten zur eigenen Nachhaltigkeitsstrategie passt, hat schlechte Karten.

          Philipp Krohn

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Menschen und Wirtschaft“.

          Antonia Mannweiler

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          „Die Datenlage ist derzeit ungenügend. Was von den Unternehmen kommt, ist nicht standardisiert“, kritisiert Christiane Hölz, Landesgeschäftsführerin der Aktionärsvereinigung DSW in Nordrhein-Westfalen. Die regulativen Vorgaben seien weitreichend, Fondsgesellschaften müssen Nachhaltigkeitskriterien in ihre Analysen aufnehmen. Und nach der Finanzmarktrichtlinie Mifid müssen Kunden auch auf ihre Präferenzen hin befragt werden.

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