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Tim Kanning (kann.)

Nachhaltig Anlegen : Neue Klima-Maße an den Finanzmärkten

  • -Aktualisiert am

Keine Kohle für die Kohle: Ein alter Slogan der Umweltbewegung wird langsam auch an den Finanzmärkten zum Leitsatz. Bild: dpa

Nicht alles, was dieser Tage als nachhaltig verkauft wird, ist auch wirklich gut fürs Klima. Wer mit seinem Geld Gutes tun will, muss neue Kennzahlen studieren.

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          Einen derart großen Trend hat es an den internationalen Finanzmärkten lange nicht, vielleicht noch nie gegeben: Der Klimaschutz, den inzwischen fast alle großen Wirtschaftsnationen mit mehr oder weniger ambitionierten Zielen verfolgen, führt zu einer gigantischen Verschiebung von Kapital. Auch große Investoren und Vermögensverwalter schreiben sich nun Nachhaltigkeit auf die Fahnen und verbannen Unternehmen, die in umweltschädlichen Branchen unterwegs sind, aus ihren Portfolios. Oder aber sie fordern Nachbesserungen und die Neuausrichtung des Geschäfts – sogar von Ölkonzernen.

          Längst scheint klar, dass Anleger, die nicht auf Nachhaltigkeitskriterien schauen, auch bei der Rendite ins Hintertreffen geraten. Es sind ganz neue Faktoren, die in dieser großen Umschichtung plötzlich in den Blick geraten: Tonnen Kohlendioxid je investierter Million Dollar zum Beispiel – wer hätte vor ein paar Jahren gedacht, dass diese Größe einmal wichtig für Investitionsentscheidungen wird? Das Gute ist, dass gerade im ETF-Markt auch diese Informationen von vielen Anbietern transparent veröffentlicht werden. Anleger können also gut abschätzen, in was sie ihr Geld stecken. Nicht jeder ETF mit dem Nachhaltigkeitskürzel ESG kann auch wirklich mit einer guten Nachhaltigkeits-Bewertung oder niedrigem Treibhausgas-Ausstoß glänzen. Wer mit seinem Geld Gutes für das Klima tun will, sollte bei der Auswahl sehr genau hinschauen.

          Tim Kanning
          Redakteur in der Wirtschaft.

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