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Straffere Zügel : Bafin im Soll

Finanzminister Olaf Scholz wünscht sich eine Finanzaufsicht mit mehr Biss. Bild: dpa

Die Fälle von Grenke und K+S zeigen, dass die Bafin schärfer auf die Bilanzen blickt. Doch ihr oberster Dienstherr, Finanzminister Scholz, gerät nun auch in den Fokus.

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          Der oberste Dienstherr der Finanzaufsicht Bafin wünscht sich für die Behörde mehr Biss. Der Umbruch, den Bundesfinanzminister Olaf Scholz nach dem Versagen in der Wirecard-Affäre angestoßen hat, scheint erste Früchte zu tragen. Denn die Finanzaufsicht hat in den vergangenen Wochen bei der Leasinggesellschaft Grenke und nun bei dem Salz- und Düngemittelkonzern K+S hinsichtlich der Bilanzen mehr Strenge walten lassen.

          Auch wenn sich beide Fälle nicht miteinander vergleichen lassen, die Botschaft von Scholz scheint in der Bafin angekommen zu sein. Die Aufseher zeigen nun mehr Biss. Doch ist es noch ein langer Weg, bis die Behörde schlagkräftig aufgestellt ist. Nach dem Rücktritt ihres Präsidenten Felix Hufeld ist nicht nur die Spitze mit einem Namen zu besetzen, der für einen Neuanfang steht. Die 2700 Mitarbeiter der Bafin stehen auch vor einem grundlegenden Kulturwandel. Es gilt, den Behördenmief abzulegen.

          Und die Wirecard-Affäre ist für Scholz noch längst nicht ausgestanden. Denn die Opposition im Untersuchungsausschuss des Bundestags nimmt nun immer stärker das Finanzministerium und damit ihn ins Visier. Es geht um die Verantwortung für die Entscheidungen der Bafin.

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